
Ausblick auf 2026
RWE rechnet mit sinkenden Strompreisen
03.01.2026 – 00:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Verbraucher können sich in diesem Jahr wohl über einen geringeren Strompreis freuen. RWE sieht auch beim Gas Entspannung am Markt.
Der Chef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, hat mitgeteilt, dass Strom und Gas in den kommenden Jahren günstiger werden könnten. Als Grund nannte er stabile Großhandelspreise beim Strom und staatliche Zuschüsse zu den Netzentgelten. „Da der Staat die Netzentgelte bezuschusst, wird es für viele Stromkunden unterm Strich 2026 günstiger werden“, sagte Krebber der „Rheinischen Post“.
Mittelfristig erwartet der RWE-Chef stabile Preise. Die Stromerzeugung werde günstiger, gleichzeitig könnten die Netzentgelte weiter steigen. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox bedeuten niedrigere Stromnetzgebühren für einen Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Verbrauch eine Entlastung von 77 Euro brutto im Jahr.
Auch beim Gas geht Krebber von fallenden Preisen aus. RWE werde in den kommenden zwei Jahren vom wachsenden Angebot an Flüssiggas (LNG) profitieren. Das Unternehmen beliefert nach eigenen Angaben nur noch Großkunden.
Für den Winter hält Krebber die Gasversorgung in Deutschland für gesichert. „Bei einem normal kalten Winter hat Deutschland kein Problem beim Gas, die Lieferwege sind stabil“, sagte er. Gleichzeitig warnte er vor Risiken und forderte den Ausbau von LNG-Terminals.