Sie verliert ihren Status
Russische Eisläuferin für internationale Wettbewerbe gesperrt
10.09.2026 – 13:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Kamila Walijewa ist seit Olympia in Peking vor sechs Jahren eine der bekanntesten Eiskunstläuferinnen. Bei internationalen Turnieren darf sie aber nicht antreten.
Der Internationale Eislauf-Verband ISU hat der russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa den Status als neutrale Athletin aberkannt. Damit darf die 20-Jährige nicht mehr an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Betroffen sind auch Eiskunstläufer Mark Kondratjuk sowie das Eistanz-Paar Alexandra Stepanowa und Iwan Bukin.
Als neutraler Athlet darf nach ISU-Reglement nicht starten, wer den Krieg gegen die Ukraine „zu irgendeinem Zeitpunkt seit Februar 2022 aktiv und öffentlich unterstützt“ hat. Auch der aktive Dienst in einer nationalen Sicherheitsbehörde Russlands oder von Belarus sowie die Teilnahme am Krieg sind Ausschlusskriterien. Der Entscheidung sei eine individuelle Prüfung vorausgegangen, teilte die ISU am Donnerstag mit. Einzelheiten nannte der Verband zu keiner der betroffenen Personen. Alle Betroffenen können vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung einlegen.
Für Walijewa ist es ein weiterer Einschnitt nach einer belasteten Karriere. Bei den Winterspielen in Peking 2020 hatte die damals 15-Jährige zunächst Gold mit der Mannschaft gewonnen. Anschließend wurde sie positiv auf das Herzmedikament Trimetazidin getestet und für mehrere Jahre gesperrt. Die Sperre lief im Dezember 2025 ab. Der ebenfalls gesperrte Mark Kondratjuk hatte bei denselben Spielen Bronze im Teamwettbewerb gewonnen.
Insgesamt hatten 234 Personen aus Russland und Belarus – darunter Mitglieder des Betreuerstabs – für die Saison 2026/27 Erklärungen zur Neutralität eingereicht.
