Rückruf für Fahrräder von Specialized: Diese Modelle sind betroffen

Nicht mehr benutzen

Schon wieder: Fahrrad-Rückruf wegen Unfallgefahr


05.02.2026 – 15:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Unterwegs mit dem Fahrrad (Symbolbild): Ein Hersteller rät jetzt von der Nutzung eines Modells ab. (Quelle: IMAGO/MICHAEL BIHLMAYER/imago)

Ein drohender Gabelbruch bringt einen Fahrradhersteller dazu, von der Benutzung eines seiner Räder sofort abzuraten. Was Besitzer nun wissen müssen.

Nun trifft es die Marke Specialized: Bei den Gabeln der Turbo Como SL Fahrräder kann das Gabelschaftrohr einen Ermüdungsriss entwickeln, der je nach Nutzung zu einem fortschreitenden Versagen der Gabel führen kann. Sprich: Die Gabel kann brechen, es kann zu gefährlichen Stürzen kommen.

Der Hersteller weist darauf hin, dass diese Fahrräder nicht mehr gefahren werden sollten; wer ein solches Fahrrad weiterverkauft hat, soll den neuen Besitzer informieren.

Betroffen sind die Gabelschaftrohre an allen Turbo Como SL‑Fahrrädern, die seit 2021 verkauft wurden (die komplette Liste finden Sie hier). Dies umfasst alle Modelle Turbo Como SL 4.0 und 5.0 – sowohl mit Riemen- als auch mit Kettenantrieb.

Como-SL-Fahrräder besitzen zwei parallele Unterrohre und sind typischerweise mit einem vorderen Gepäckträger/Korb sowie Schutzblechen ausgestattet. Die Bezeichnung „Como SL“ erscheint in der Regel als kleine, dezente Grafik auf dem Oberrohr oder auf der Rückseite des Sitzrohrs, heißt es vom Hersteller. Andere Specialized Como Modelle ohne die „SL“-Bezeichnung sind nicht betroffen.

Die Besitzer eines betroffenen Fahrrads sollen die Nutzung sofort einstellen. Derzeit arbeitet Specialized an einem Überarbeitungsplan. Bis dieser genehmigt ist, kann es dem Unternehmen zufolge mehrere Wochen dauern. Specialized bittet darum, die Rückrufseite regelmäßig zu prüfen. Bei Fragen können sich Betroffene auch an den Händler wenden, bei dem das Fahrrad gekauft wurde.

Der Prüfdienstleister Velotech begrüßt die schnelle Reaktion des Herstellers, kritisiert aber gleichzeitig das grundsätzliche Vorgehen in Bezug auf die gesetzlichen Vorschriften: Kritisch sei, dass es sich um eine gesamte Modellreihe handle, die seit 2021 verkauft worden sei. Die Sachverständigen schreiben in einer Pressemitteilung: „Dies deutet weniger auf einen zufälligen Fertigungsfehler hin, sondern vielmehr auf ein systemisches Problem in der Auslegung, Dimensionierung oder Dauerfestigkeitsbewertung der verwendeten Gabelkonstruktion im realen Einsatz.“

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