„Hat mich wirklich erschreckt“
„Rosenheim-Cops“-Star Marisa Burger über Schlankheitswahn
10.04.2026 – 18:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Schauspielerin beobachtet die neuesten Schönheitsideale mit Sorge. Sie glaubt, die Gesellschaft entwickelt sich zurück.
Bodypositivity war lange auf dem Vormarsch. Doch Marisa Burger stellt in sozialen Medien inzwischen eine Gegenbewegung fest. Dazu hat sie sich nun auch klar geäußert. Im Podcast „Abendkasse – Kultur in der Clutch“ sprach die Schauspielerin über einen Trend, der sie nach eigenen Worten „erschreckt“ hat.
In dem Gespräch warnte Burger davor, dass das Körperbild wieder in Richtung extremer Schlankheit kippt. Besonders um Kinder und Jugendliche macht sie sich dabei Sorgen. „Ich habe den Eindruck, dass wir in der Hinsicht wieder richtig rückläufig werden und dass es wieder in dieses ‚Heroin Chic‘ und in dieses ganz dünne Body-Bild zurückgeht“, so Burger.
„Heroin Chic“ beschreibt einen Trend aus den frühen Neunzigerjahren, der sich unter anderem durch extrem dünne Körper und blasse Haut auszeichnet. Der Look romantisiert das Erscheinungsbild von Drogenabhängigen. „Das hat mich wirklich erschreckt. Weil wir waren doch schon mal weiter und offener“, sagte Marisa Burger.
Sie sei froh gewesen, dass ein vermeintlich perfekter Körper nicht mehr so im Mittelpunkt gestanden habe. Durch den wieder aufkommenden Magertrend sehe sie nun vor allem „Kinder und Enkelkinder“ mit einem kritischen Körperbild konfrontiert. „Ich find’s schlimm“, betonte die Schauspielerin.
Einen persönlichen Bezug zu dem Thema hat Burger ebenfalls. In ihrer Biografie „Vergiss nie, wie dein Herz am Anfang war“ schrieb sie, dass sie in ihrer Jugend selbst an einer Essstörung gelitten hat. „In meiner frühen Jugend war ich magersüchtig. Ich bin dann freiwillig ins Internat gegangen. Da konnte ich dann auch wieder zur Normalität zurückkehren“, ist in dem Buch zu lesen.
