
70 Mitarbeiter betroffen
Traditionshotel in Niedersachsen meldet Insolvenz an
02.02.2026 – 20:18 UhrLesedauer: 1 Min.
200 Jahre nach dem Bau des Bösehofs in Bad Bederkesa ist das Romantikhotel in dem Haus insolvent. Nun hoffen die Betreiber auf die kommende Urlaubssaison.
Das Romantikhotel Bösehof im niedersächsischen Bad Bederkesa ist in finanzielle Schieflage geraten und hat Insolvenz angemeldet. Nun müssen 70 Mitarbeiter des Traditionsbetriebs nur 20 Kilometer von der Nordsee entfernt um ihre Zukunft bangen. Zum Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Cuxhaven den Hamburger Rechtsanwalt Thilo Streck bestellt.
Der „Bild“-Zeitung sagte Streck über das insolvente Traditionshotel: „Der Betrieb geht vorläufig normal weiter. Solange das Insolvenzeröffnungsverfahren läuft, werden die Angestellten bezahlt. Die Mittel dafür kommen von der Agentur für Arbeit.“ Das Insolvenzverfahren soll demnach Anfang April beginnen. Dann würden die Mitarbeiter wieder von der Bösehof Hotel-Betriebs GmbH bezahlt werden, so Streck. „Dann beginnt auch die Saison.“
Er habe sich das Hotel selbst angesehen und sei von der hohen Qualität des Hauses überzeugt, so Streck. Wenn mit der beginnenden Urlaubssaison möglichst viele Gäste buchen, könne das Geschäft das insolvente Hotel stabilisiert werden. Nun gehe es darum, mit der Geschäftsführung die Gründe für die finanzielle Schieflage zu prüfen, und an welchen Stellen im Betrieb optimiert werden könne, so Strick.
Nach Angaben der „Nordsee-Zeitung“ war der Insolvenzantrag einer drohenden Zahlungsunfähigkeit geschuldet. Dazu hätten auch steigende Kosten für Energie und Personal sowie eine Baustelle im Jahr 2025 beigetragen. Wegen der Baustelle seien weniger Gäste gekommen, was für den Betrieb Umsatzeinbußen in Höhe von 100.000 Euro bedeutet habe. Hinzugekommen sei die Rückzahlung von Corona-Hilfen von mehr als 200.000 Euro.