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Starker Western: Dieser Coen-Brüder-Film ging bei der Oscar-Verleihung leer aus
01.09.2026 – 17:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Viel gelobt, dennoch ohne Oscar: Bei der Preisverleihung 2011 ging der Western „True Grit“ überraschenderweise leer aus.
Obwohl die Coen-Brüder mit ihren Filmen „Fargo“ und „No Country for Old Men“ die Oscar-Jury in der Vergangenheit überzeugen konnten, erwies sich die Oscar-Zeremonie im Jahr 2011 als kleines Desaster für die Filmemacher. Ihr Western „True Grit“ blieb unbeachtet, trotz guter Chancen.
Darum geht es in „True Grit“
Um die Leiche ihres Vaters aus einem anderen Ort abzuholen, begibt sich die junge Mattie (Hailee Steinfeld) auf eine beschwerliche Reise. Angetrieben von dem Gedanken, sich an den Mördern zu rächen, holt sie sich Verstärkung durch den raubeinigen Rooster (Jeff Bridges). Er soll die feigen Täter zur Strecke bringen.
Allerdings hat sich auch Ranger LaBoeuf (Matt Damon) der Fährte der Mörder angenommen. Seine Ambitionen, das hohe Kopfgeld zu kassieren, treiben ihn an und bringen das Gleichgewicht von Recht und Ordnung aus der Balance. Doch je näher Mattie ihrem Ziel kommt, umso größer wird ihre Wut und das Verlangen nach Gerechtigkeit.
Wie sehenswert ist „True Grit“?
Die britische Tageszeitung „The Guardian“ lobte den Western der Coen-Brüder in schwelgerischen Worten: „Dieser Film ist ein äußerst beeindruckendes Werk, wunderschön fotografiert von Roger Deakins, und hätte man das Original nie gesehen, würde er vielleicht sogar noch mehr Lob ernten“
In der internationalen Presse klingt diese Lobeshymne ähnlich. Auf der Bewertungsplattform „Rotten Tomatoes“ erhlt „True Grit“ von der Kritik 95 Prozent Zustimmung und seitens des Publikums 85 Prozent. 7,6 von 10 möglichen Punkten gibt es von der Filmdatenbank „IMDb“.
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Vielfache Nominierung
Insgesamt erhielt „True Grit“ 170 Nominierungen auf internationalen Festivals und bei Film-Galas. Hierzu gehören auch die Academy Awards, bei denen sich die Coen-Brüder mit zehn Nominierungen viele Hoffnungen machen durften. Das Ergebnis war dagegen eher ernüchternd.
Kein einziger Goldjunge ging an jenem Abend an den Film und seine Darsteller. Dabei war der Western unter anderem in den Kategorien „Bester Film“, „Bester Hauptdarsteller“, „Beste Nebendarstellerin“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“ oder „Beste Kostüme“ nominiert.
Basierend auf Bestseller von 1968
Die Vergeltungsgeschichte inszenierten die Coen-Brüder nach ihrem eigens verfassten Drehbuch. Allerdings basiert die Idee auf einem Roman, der bereits im Jahr 1968 erschien. Charles Portis schrieb die Vorlage, die in Deutschland unter dem Titel „Die mutige Mattie“ veröffentlicht wurde.
Regisseur Henry Hathaway nahm sich die Buchvorlage ein Jahr nach der Veröffentlichung des Romans vor. Unter dem Titel „Der Marshal“ kam der Film 1969 in die Kinos. Damals übernahmen John Wayne, Kim Darby und Glen Campbell die wichtigsten Rollen. Auch Dennis Hopper war in dem Western in einer seiner frühen Rollen zu sehen.
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