Olympia-Zweiter und Weltcupsieger
Trauer um Ex-Skirennfahrer Collombin
12.07.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Nicht nur in der Schweiz ist Roland Collombin eine Ski-Legende. Nun ist die Trauer um den ehemaligen Skirennfahrer groß. Denn vor wenigen Tagen ist er gestorben.
Trauer um Roland Collombin: Der Schweizer Skirennfahrer ist im Alter von 75 Jahren im Kanton Wallis gestorben. Collombin zählt zu den größten Legenden des Schweizer Skisports, gewann insgesamt acht Weltcups zwischen 1972 und 1974, in der Saison 1972/73 gewann er sogar die Disziplinwertung Abfahrt. In Sapporo gewann er 1972 zudem Olympia-Silber. Schon im Alter von 24 Jahren musste er aufgrund einer Verletzung an der Wirbelsäule seine Karriere beenden.
In seinen letzten Lebensjahren hatte Collombin mit schweren Rückschlägen zu kämpfen. Er litt sowohl unter Kehlkopfkrebs als auch unter Leberkrebs. Vor einem Jahr musste er operiert werden und kam erst einen Monat später wieder nach Hause, ehe im September der nächste Eingriff folgte. Wie die Zeitung „Le Nouvelliste“ berichtet, behielt er trotzdem seinen Kampfgeist und seinen Humor.
Roland Collombin? „Spaßvogel und Enfant terrible“
Seine Ruhe fand Collombin nach Angaben seiner Familie am Freitag. Er sei im Kreise seiner Liebsten friedlich eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Der Schweizer Skiverband würdigte ihn als den „wildesten aller erfolgreichen Skirennfahrer, den die Schweiz je herausgebracht hat“. Weiter hieß es: „Swiss-Ski entbietet den Angehörigen sein tiefstes Beileid und wird Roland Collombin stets ein ehrendes Andenken bewahren.“
In einem humorvollen Nachruf führte der Schweizer Skiverband aus: „Collombin war ein Verrückter, meist im positiven Sinn, unberechenbar zu jeder Tageszeit, Spaßvogel und Enfant terrible in einem. Er lieferte dem Boulevard in schöner Regelmäßigkeit Stoff für Geschichten und störte sich nicht daran, wenn dieser ihn als John McEnroe des Skisports bezeichnete und schrieb, in seinen Adern fließe Fendant.“
