Comeback des Klassikers

Warum dieser Badeort wieder ganz vorn liegt

10.04.2026 – 13:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Urlauber am Strand (Symbolbild): Rimini ist wieder Italiens Übernachtungskönig. (Quelle: IMAGO/ROBERTO BRANCOLINI / fotogramma / ipa-agency.net/imago)

Mit 7,1 Millionen Übernachtungen thront Rimini wieder an Italiens Spitze. Die Gründe für den Erfolg sind vielschichtiger, als man denkt.

Rimini ist zurück an der Spitze – und das mit deutlichem Abstand. Mit mehr als 7,1 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 hat sich der traditionsreiche Badeort erneut zum beliebtesten Reiseziel Italiens entwickelt. Noch vor wenigen Jahren galt die Stadt für viele als klassischer Sommer-Hotspot mit begrenzter Strahlkraft.

Doch die aktuellen Zahlen zeigen: Rimini hat sich neu positioniert und überholt damit seine Konkurrenten. Hinter dem Erfolg steckt kein kurzfristiger Trend, sondern ein grundlegender Wandel im Tourismuskonzept der Stadt.

Mit den über sieben Millionen Übernachtungen 2025 liegt die Stadt in der Emilia-Romagna klar vor Cavallino Treporti mit rund 6,7 Millionen und Jesolo mit etwa 5,6 Millionen. Damit bestätigt sich ein Trend, der sich bereits in den Jahren zuvor abgezeichnet hat: 2023 lag Rimini noch bei 6,7 Millionen Übernachtungen, 2024 waren es fast sieben Millionen. Das geht aus Zahlen des Italienischen Statistikamts (Istat) hervor.

Auffällig ist vor allem, wie sich das touristische Angebot verändert hat. Lange Zeit war Rimini nahezu ausschließlich ein Sommerziel. Heute gelingt es der Stadt zunehmend, Besucher über das gesamte Jahr hinweg anzuziehen. Möglich wird das durch eine gezielte Erweiterung des Angebots, etwa durch Messen, Kongresse und Veranstaltungen. Diese sogenannte Entsaisonalisierung führt dazu, dass Hotels und Infrastruktur nicht mehr nur in den klassischen Ferienmonaten ausgelastet sind.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die wachsende Bedeutung internationaler Gäste. Die Zahl ausländischer Touristen ist im Vergleich zu 2023 um 19,6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist ihr Anteil an den Gesamtübernachtungen innerhalb von zwei Jahren von 34 auf 38 Prozent gewachsen. Rimini entwickelt sich damit zunehmend von einem in den vergangenen Jahren national geprägten Urlaubsort wieder zu einem internationalen Reiseziel.

Über Jahre hinweg wurde in die touristische Infrastruktur investiert und das Profil der Stadt geschärft. Statt sich auf kurzfristige Trends zu verlassen, setzt Rimini auf Kontinuität und Anpassungsfähigkeit. Genau diese Kombination scheint nun Wirkung zu zeigen und verschafft der Stadt einen Vorsprung gegenüber anderen Badeorten an der Adria.

Wie nachhaltig diese Strategie ist, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Klar ist jedoch: Rimini hat seine Rolle im Wettbewerb der Badeorte zuletzt weiter ausgebaut.

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