Bayernweite Kontrollen

Blitzmarathon trifft auch München am 15. April – Ausnahmefall

12.04.2026 – 07:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Fest installierte Blitzer in Bayern (Symbolbild): Am Mittwoch werden Raser geblitzt. (Quelle: Pia Bayer)

Ab Mittwochmorgen kontrolliert die Polizei verstärkt das Tempo. Auch in München stehen viele Blitzer. Autofahrer müssen mit Bußgeldern und Punkten rechnen.

In Bayern hat die Polizei für Mittwoch, 15. April, verstärkte Tempokontrollen angekündigt – auch in München. Die 24-stündige Aktion startet um 6 Uhr und endet am Donnerstag zur gleichen Zeit, teilt das bayerische Innenministerium mit.

Rund 2.000 Polizistinnen und Polizisten sowie Kräfte der kommunalen Verkehrsüberwachung sind im Einsatz. Der Blitzmarathon ist Teil der europaweiten „Speedweek“, die das Netzwerk der Verkehrspolizei Roadpol organisiert.

Auch im Münchner Stadtgebiet richten Einsatzkräfte zahlreiche Messstellen ein. Insgesamt sind bayernweit etwa 1.570 Kontrollpunkte geplant. Die Blitzer stehen auf Autobahnen, Bundes-, Land- und Kreisstraßen sowie innerorts. In München betrifft das vor allem stark befahrene Straßen, unfallträchtige Abschnitte sowie Bereiche mit besonderem Schutzbedarf, etwa vor Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen oder an Baustellen.

Das Innenministerium veröffentlicht die Standorte vorab im Internet. Autofahrer können die Liste und eine interaktive Karte abrufen. Damit unterscheidet sich Bayern von vielen anderen Bundesländern, die ihre Messstellen nicht öffentlich machen.

Hintergrund der Aktion ist die Unfallstatistik. Nach Angaben des Ministeriums zählt überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zu den Hauptursachen schwerer Unfälle. Im Jahr 2025 lag der Anteil bei 26,4 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle, im Jahr zuvor bei 28 Prozent.

Innenstaatssekretär Sandro Kirchner erklärt, im Straßenverkehr entscheide die Geschwindigkeit über Leben und Tod. Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord betont zudem, es gehe nicht darum, möglichst viele Verstöße zu ahnden.

Für Münchner Autofahrer können Verstöße dennoch teuer werden. Innerorts kosten bis zu 10 km/h zu viel Tempo laut ADAC 30 Euro, außerorts 20 Euro. Wer innerorts 26 bis 30 km/h zu schnell fährt, muss mit 180 Euro, einem Punkt und möglicherweise einem Monat Fahrverbot rechnen.

Außerorts fallen die Strafen höher aus: Bei 41 bis 50 km/h zu viel drohen 320 Euro, zwei Punkte und ein Fahrverbot von einem Monat. Werden durch zu hohes Tempo andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, können auch strafrechtliche Konsequenzen folgen.

Share.
Die mobile Version verlassen