Rheuma oder Gicht? So erkennen Betroffene den Unterschied

Symptome liefern Hinweise

Rheuma oder Gicht? So erkennen Betroffene den Unterschied


06.02.2026 – 14:49 UhrLesedauer: 4 Min.

Mann hält sein schmerzendes Fußgelenk (Symbolbild): Hinter Schmerzen in einem oder mehreren Gelenken können sowohl Gicht als auch Rheuma stecken. (Quelle: Organic Media/Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Gelenkbeschwerden können sowohl auf Gicht als auch auf rheumatoide Arthritis hindeuten. Die wichtigsten Unterschiede erfahren Sie hier.

Wenn Gelenke schmerzen, anschwellen und sich steif anfühlen, kann das zahlreiche Gründe haben. Gerade wenn die Beschwerden dauerhaft spürbar sind oder immer wieder auftreten, liegt die Sorge nahe, dass eine chronische Erkrankung dahintersteckt: Könnte es Gicht oder Rheuma sein?

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Rheuma ist ein Sammelbegriff für zahlreiche verschiedene Krankheitsbilder, zu denen auch die Gicht zählt.

Wer von Rheuma oder Gelenkrheuma spricht, meint aber meist die rheumatoide Arthritis, eine chronische fortschreitende Entzündung der Gelenkinnenhäute, Gelenke, Schleimbeutel und Sehnen. Dazu kommt es, weil das körpereigene Abwehrsystem die Innenhaut der Gelenke angreift. Es handelt sich also um eine sogenannte Autoimmunerkrankung.

Bei Gicht entzünden sich ebenfalls Gelenke, jedoch aus einem anderen Grund: Bei den Betroffenen sammelt sich zu viel Harnsäure im Körper, die sich in Form von winzigen, nadelförmigen Kristallen unter anderem in den Gelenken ablagert. Die Ablagerungen können Gichtanfälle auslösen, die sich durch akute, schmerzhafte Gelenkschwellungen äußern.

Gicht und rheumatoide Arthritis lassen sich nicht nur anhand ihrer Ursachen voneinander abgrenzen, sondern unter anderem auch anhand ihrer Symptome und ihres Verlaufs. Wer die typischen Merkmale beider Erkrankungen kennt, kann besser einschätzen, welche davon am ehesten für die eigenen Gelenkprobleme verantwortlich sein könnte, oder aber zu dem Schluss gelangen, dass wahrscheinlich beide nicht als Ursache infrage kommen.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der Beginn der Schmerzen:

Bei den Begleitsymptomen gibt es ebenfalls deutliche Unterschiede. Anders als bei der Gicht üblich, kann eine rheumatoide Arthritis den ganzen Körper betreffen: Viele Erkrankte fühlen sich über längere Zeit abgeschlagen, erschöpft und müde. Auch nächtliches Schwitzen sowie eine leicht erhöhte Körpertemperatur sind klassische Begleiterscheinungen. Hinzu kommen manchmal Muskel- und Gliederschmerzen, die unabhängig von einzelnen Gelenken auftreten können. Wenn sich die Betroffenen wegen der Beschwerden zu wenig bewegen, werden die Muskeln zudem immer schwächer.

Bei fortgeschrittener rheumatoider Arthritis können darüber hinaus Rheumaknoten auftreten. Das sind kleine, feste, meist schmerzlose Knötchen unter der Haut, die sich vor allem an druckbelasteten Stellen wie den Ellbogen oder an Sehnen bilden.

Weitere Unterschiede zwischen den Erkrankungen zeigen sich beim Verlauf:

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