Bei Blohm+Voss
Rheinmetall plant Massenproduktion von Drohnenbooten
10.03.2026 – 03:16 UhrLesedauer: 1 Min.
Rheinmetall plant auf der Hamburger Werft Blohm+Voss die Massenproduktion von Drohnenbooten. Warum der Konzern schon bald im Dreischichtbetrieb fertigen will.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall will die Produktion unbemannter Boote auf der Hamburger Werft Blohm+Voss massiv ausbauen. Das kündigte Tim Wagner an, der beim Konzern die Division Naval Systems leitet.
„Wir fangen an mit einer relativ kleinen Anzahl von 15 Booten, um das ganze Thema in Fahrt zu bringen“, sagte Wagner. „Wollen aber dann schon auf 200 Boote pro Jahr hochskalieren.“ Im Dreischichtbetrieb seien auf der Werft künftig sogar bis zu 1.000 Boote pro Jahr denkbar.
Gebaut wird das Modell K3 Scout – ein ferngesteuertes Boot, das künftig auch autonom fahren soll. Rheinmetall entwickelt es gemeinsam mit dem britischen Hersteller Kraken Technology Group in einem Joint Venture. Das Fahrzeug kann sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden. Fachsprachlich werden solche Boote als Unmanned Surface Vehicles bezeichnet.
Aufträge aus mehreren Nato-Ländern liegen Wagner zufolge bereits vor. Welche Länder konkret bestellt haben, nannte er nicht. Der Bau von 150 Booten sei jedoch bereits vertraglich geregelt.
Rheinmetall hatte Anfang März die Übernahme des Marineunternehmens NVL abgeschlossen, zu dem auch Blohm+Voss gehört. Verkäufer war die Bremer Werftengruppe Lürssen.
