Rentenfonds eignen sich besonders, wenn die Zinsen fallen. Was erst einmal paradox klingt, folgt der Preislogik von Anleihen: Wenn die Zinsen bei den Banken sinken, versuchen viele Anleger eine bessere Verzinsung zu bekommen – und kaufen „alte“ Anleihen von Unternehmen oder Staaten, weil diese höhere Zinserträge versprechen als die Bank. Oft liegen diese alten Anleihen auch in Rentenfonds. Die Folge: Der Preis dieser Anleihen steigt – und damit auch der Wert des Rentenfonds.

Wenn die Zinsen steigen, ist das Phänomen umgekehrt: Weil es bei der Bank mehr Zinsen gibt, müssen auch die Unternehmen oder Staaten mehr Zinsen auf ihre neuen Anleihen versprechen. Anleger verkaufen in einem solchen Moment vergleichsweise „alte“ Anleihen mit niedrigeren Zinsen, um sich die neuen mit höheren Zinsen zu sichern. Solange die Zinsen noch auf einem niedrigen Niveau liegen, lohnt es sich also wenig, in einen Rentenfonds zu investieren.

Herkömmliche Rentenfonds werden von einem Fondsmanager gesteuert. Das bedeutet, dass dieser über die Zusammensetzung der Anleihen, in die investiert wird, entscheidet. Bei ETFs ist das anders. ETFs werden als passiv bezeichnet. Denn hier wird lediglich ein Index nachgebildet. Meist ist die Rede von einem Aktienindex, dann würde man von einem Aktien-ETF sprechen.

Doch es gibt auch Anleihen-ETFs, auch Renten-ETFs genannt. In diesem Fall bildet der ETF einen Rentenindex nach. Ein bekannter Index ist der Bloomberg Barclays US Aggregate Bond Index, der die Wertentwicklung von Anleihen vieler US-Firmen abbildet. Mit einem Investment in einen ETF auf diesen Index streuen Sie Ihr Risiko sehr breit.

Der entscheidende Vorteil eines Renten-ETFs gegenüber einem klassischen Rentenfonds: Die Kosten von einem Investment in Renten-ETFs sind meist geringer, da Sie hier keinen Manager bezahlen müssen, der den Fonds steuert.

Es kommen unterschiedliche Kosten auf Sie als Anleger zu, wenn Sie in einen Rentenfonds investieren möchten. Die wichtigsten sind die folgenden:

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