Pleite-Unternehmer

René Benko lehnt offenbar Arbeit im Gefängnis ab


Aktualisiert am 19.02.2025 – 23:56 UhrLesedauer: 2 Min.

René Benko bei einer Rennveranstaltung (Archivfoto): Sein Immobilien-Imperium brach 2023 zusammen. (Archivbild) (Quelle: Georg Hochmuth/dpa)

Der insolvente Unternehmer René Benko sitzt in Untersuchungshaft. Dort sitzt er offenbar lieber in der Zelle, als einer Arbeit nachzugehen.

Er steht im Mittelpunkt einer Milliarden-Pleite, seine Gläubiger bangen um ihr Geld. Seit einem Jahr sitzt René Benko, Gründer der Signa Holding, im Gefängnis. Dort könnte er auch arbeiten, wenn auch nicht als Immobilienunternehmer.

Doch offenbar hat sich der Finanzjongleur nicht freiwillig gemeldet, um zum Beispiel in der Tischlerei, der Wäscherei oder in der Küche zu helfen, berichtet die österreichische Zeitung „Die Presse“. Dabei würde ihm das nicht nur sein Taschengeld aufbessern. Denn eigentlich darf man in der U-Haft nur zweimal pro Woche duschen. Ausnahmen gibt es aber für Häftlinge, die einer Tätigkeit nachgehen: Sie dürfen täglich in die Dusche.

Benko, der ein Leben im Luxus verbracht hat und gleich mehrere Villen zur Verfügung hatte, scheint darauf aber verzichten zu wollen. In seiner Zelle hat er laut Bericht lediglich ein Waschbecken zur Verfügung. Vielleicht hofft er auch, dass er bald das Gefängnis vorerst verlassen kann. Denn laut oe24.at steht am 28. Februar eine Haftprüfung an. Dann muss ein Gericht darüber entscheiden, ob er weiter in U-Haft bleiben muss.

Im Jahr 2023 geriet die von Benko geführte Signa Holding in finanzielle Schwierigkeiten, die letztlich zur Insolvenz des Unternehmens führten. Neben prestigeträchtigen Immobilien wie dem Chrysler Building in New York gehörten auch Einzelhandelsketten wie die Galeria Karstadt Kaufhof. Der 47-Jährige erklärte im März 2024 seine persönliche Insolvenz. Gegen ihn wurden in mehreren Ländern strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts auf schweren Betrug, Geldwäsche und Insolvenzdelikte. Im Dezember 2024 erließ die Oberstaatsanwaltschaft von Trient einen Europäischen Haftbefehl gegen ihn. Im Januar 2025 wurde Benko in Untersuchungshaft genommen.

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