„Sah ein bisschen verrückt aus“
Olympiasieger stürzt 500 Meter vor dem Ziel
25.03.2026 – 21:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Remco Evenepoel und Jonas Vingegaard liefern sich einen packenden Zweikampf, bis der Belgier kurz vor dem Ziel stürzt.
Auf der dritten Etappe der Katalonien-Rundfahrt hat sich der belgische Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel gemeinsam mit Jonas Vingegaard vom Feld abgesetzt. Etwa 500 Meter vor dem Ziel stürzte Evenepoel über den Lenker – und verlor damit den sicher geglaubten Etappensieg.
Der Belgier reagierte bedient, blickte mit blutenden Wunden am Arm und am Bein ins Leere. Vingegaard nahm unterdessen das Tempo raus, wollte sich durch den Sturz seines Konkurrenten keinen Vorteil verschaffen. So sprintete der Franzose Dorian Godon nach 159,4 Kilometern von Mont-roig del Camp nach Vila-seca zum Tagessieg – seinem zweiten bei dieser Rundfahrt. Godon führt damit weiterhin die Gesamtwertung an.
Den Sturz schilderte der zweimalige Tour-de-France-Sieger Vingegaard so: „Ich weiß nicht, was passiert ist. Er ist über den Lenker gegangen. Es sah ein bisschen verrückt aus. Ich hoffe, er ist in Ordnung und kann morgen weitermachen.“ Den Ausreißversuch hatte Evenepoel initiiert – mit einer Attacke gut 30 Kilometer vor dem Ziel. Vingegaard führte dazu aus: „Ich habe es nicht erwartet. Er ist gegangen, ich bin hinterhergefahren. Er ist sehr stark gewesen.“
Evenepoels Red-Bull-Teamkollege Florian Lipowitz hielt sich zurück und kam im Feld mit fünf Sekunden Rückstand ins Ziel. Für den Tour-de-France-Dritten steht am Donnerstag die erste Bergankunft an: Die vierte Etappe führt nach Vallter auf 2.143 Metern Höhe. Die Rundfahrt endet am Sonntag in Barcelona.
