Historischer Höchststand
Neue Tankregeln bringen zunächst nur Verteuerung
02.04.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Der März 2026 bricht alle Rekorde. Während Diesel so teuer ist wie nie zuvor, soll das „Österreich-Modell“ die Preiswillkür stoppen. Doch schon am ersten Tag gibt es 100 Verstöße.
Trotz der Entlastungsversuche durch die Bundesregierung klettern die Spritpreise in Deutschland auf historische Rekordwerte. Vor allem für Diesel-Fahrer ist die Lage dramatisch: Laut ADAC-Daten kostete ein Liter am Mittwoch im bundesweiten Schnitt 2,327 Euro. Damit wurde das bisherige Allzeithoch aus dem März 2022 (damals 2,321 Euro) um 0,6 Cent überboten.
Auch bei Super E10 zeigt die Kurve am ersten Tag der neuen Preisregeln steil nach oben. Mit einem Durchschnittspreis von 2,129 Euro pro Liter markierte das Benzin einen neuen Höchststand für das laufende Jahr. Wichtig für die Einordnung: Bei den genannten Werten handelt es sich um die nominalen Preise, eine Inflationsbereinigung wurde nicht vorgenommen.
Besonders die Preisentwicklung im März war extrem. Während das Tanken zu Monatsbeginn noch vergleichsweise günstig war, schossen die Preise bis zum 31. März massiv in die Höhe:
Ungewöhnlich ist, dass der Dieselpreis trotz geringerer Besteuerung aktuell deutlich über dem Preis von Benzin liegt.
Um die Verbraucher zu entlasten, hat die Bundesregierung eine neue Regelung eingeführt, die seit dem 1. April gilt: Das „Österreich-Modell“ sieht vor, dass die Preise nur noch einmal täglich steigen dürfen. Das Ziel ist mehr Transparenz und weniger Preissprünge über den Tag verteilt.
Die neuen Regeln im Überblick:
Bereits am ersten Tag seiner Gültigkeit hat das neue Spritpreisgesetz den deutschen Tankstellenmarkt verändert. Das belegen Daten der Markttransparenzstelle und der Tank-App benzinpreise.de, die t-online exklusiv vorliegen. Erstes Fazit: Der Vormittag gehört den Sparern, der Mittag den Konzernen.
