
Schneesturm trifft den Norden
Reisende mit Problemen in Berlin: „Katastrophe“
09.01.2026 – 13:56 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Norden wird mit voller Wucht vom Sturmtief „Elli“ getroffen. In Berlin ist es weitestgehend ruhig. Dennoch gibt es Probleme, etwa am Hauptbahnhof.
Das ist am Freitagvormittag am Hauptbahnhof zu spüren. Zwar ist es insgesamt nicht sonderlich voll. Die meisten Menschen haben offenbar vorzeitig von einer Reise abgesehen. Dennoch stehen viele Reisende vor dem DB-Service-Center, ihren Koffer in der einen und das Handy in der anderen Hand.
Der 22-jährige José aus Chile zum Beispiel. Er erzählt, dass er in Großbritannien studiert und vor seinen Prüfungen eine Reise durch Europa macht. Drei Tage habe er sich in Berlin aufgehalten, nun soll es nach Amsterdam gehen. Doch fast alle Züge in Richtung der Niederlande fallen aus.
„Mein Zeitslot für das Anne-Frank-Museum in Amsterdam kann ich vergessen“, sagt er. „Das Geld bekomme ich nicht zurück.“ Am Schalter habe er nach Hilfe gefragt: „Die waren dort sehr gestresst“, so José. Seine neue Verbindung führt ihn demnach über Frankfurt am Main. Laut Plan und falls es keine weiteren Ausfälle gibt, soll er nach 19 Uhr in Amsterdam ankommen – statt wie ursprünglich um 16 Uhr.
Vielen Reisenden wird geraten, Ausweichverbindungen in Richtung Süden zu nehmen – und so den Sturm im Norden zu umkurven. Der 60-jährige Hellmut ist einer von ihnen. Er sagt, er sei beruflich seit Donnerstag in Berlin. Nun wolle er zurück. Sein gebuchter Zug um 9.46 Uhr nach Duisburg fiel ihm zufolge aus. Er sei zum Schalter gegangen. Dort sei ihm eine neue Verbindung ausgedruckt worden. Blöd nur: „Die fällt jetzt auch aus. Ich bin gerade etwas planlos“, sagt er.