So ist die Lage aktuell in den Urlaubsländern

Griechenland

Dort herrschen Meteorologen zufolge noch mindestens bis Anfang August sehr hohe Temperaturen und Trockenheit. Örtlich kann das Thermometer auf über 40 Grad klettern. Das Waldbrandrisiko wird von der Feuerwehr aktuell in weiten Teilen des Landes als hoch bis sehr hoch eingeschätzt. Betroffen sind auch Urlaubsinseln – so brannte es zuletzt auf Lesbos, Kreta und Samos. In der südlichen Ägäis sind es vor allem die für die Jahreszeit typischen Winde, die Brandherde weiter anfachen und vorantreiben.

Die Behörden rufen dazu auf, jegliches Hantieren mit Feuer, Glut und Funken im Freien zu unterlassen. Besteht akute Gefahr und muss etwa eine Ortschaft evakuiert werden, erhalten die Menschen eine Warn-SMS – auch Touristen aus dem Ausland, sofern sie über ein Smartphone verfügen.

Spanien und Portugal

Nach langen Hitzewellen und verheerenden Waldbrand-Serien erleben die beiden Urlaubsländer derzeit ruhigere Tage. In Spanien gab es am Dienstagabend nur noch wenige kleinere Feuer, in Portugal war der letzte größere Waldbrand in Silves im Süden des Landes bereits am Dienstagvormittag unter Kontrolle gebracht worden.

Für die kommenden Tage gab der spanische Wetterdienst Aemet nur für wenige Regionen die (niedrigste) Hitze-Warnstufe Gelb aus. Die Balearen mit des Deutschen liebster Urlaubsinsel Mallorca gehören zwar nicht dazu – kühl wird es dort deshalb aber keinesfalls werden: Am “Ballermann” an der Playa de Palma sollen die Höchsttemperaturen zum Beispiel in den nächsten zehn Tagen zwischen 31 und 34 Grad schwanken. Unter 23 Grad soll die Quecksilbersäule auch nachts nicht fallen.

Hitzewelle in Spanien: Da die kommenden Tage nicht mehr so warm sein sollten, kann man die kleinen Brände besser kontrollieren. (Quelle: Rafael Sanjuan/getty-images-bilder)

Italien

Unwetter im Norden und weiter Gluthitze im Süden – so sind die Aussichten auf dem Stiefel. Nachdem die Lombardei, das Piemont oder Venetien eine monatelange Rekorddürre mit vielen Waldbränden durchgemacht hatten, halten nun Regen, Hagel und Stürme die Feuerwehr in Atem.

Schäden wurden am Dienstag unter anderem aus der nordöstlichen Provinz Pordenone, der Alpenprovinz Sondrio, der Provinz Cuneo im Piemont sowie aus Pavia in der Lombardei gemeldet. Grund für die heftigen Unwetter ist laut Website iL.meteo.it der Zustrom kälterer Luft, die sich mit der heißen Luft vor Ort mischt. Bis einschließlich Freitag bleibt es im Norden regnerisch.

Afrikanische Hitze herrscht dagegen weiter im Süden mit Temperaturen bis 40 Grad in Apulien und auf Sizilien. In den Dolomiten warnten die Behörden vor neuen Gefahren an der Marmolata, wo bei einem Gletscherabbruch am 3. Juli elf Menschen ums Leben gekommen waren. Die Sperrzone am höchsten Berg der Dolomiten wurde ausgeweitet.

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