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Samstag, Oktober 1, 2022

Drohender Streik: Nicht voreilig stornieren oder umbuchen

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Fällt der gebuchte Flug aufgrund eines Streiks aus oder verzögert sich, haben Reisende ein Recht auf Ausgleich. Dabei gilt es, nicht voreilig zu handeln.

Bei der Lufthansa droht nach dem Streik des Bodenpersonals nun auch noch ein Pilotenstreik. Nicole Bahn von der Verbraucherzentrale Bremen rät Urlaubern, jetzt schon bei der Airline nach Alternativen wie Umbuchung oder Stornierung zu fragen.

Rechte greifen erst bei offiziellem Flugausfall

Allerdings: Ohne offizielle Verkündung des Streiks greifen die Fluggastrechte noch nicht. Erst wenn klar ist, dass der Flug durch den Pilotenstreik entweder verspätet ist oder gar entfällt, können Reisende auf Ausgleich pochen. Die meisten Airlines würden aber aus Kulanz Reisenden entgegenkommen.

Eine Ausnahme bilden sogenannte Flex-Tarife. Kunden können in diesen Fällen auch jetzt schon umbuchen.

Flug gestrichen: Diese Rechte haben Urlauber

Ist der Streik offiziell verkündet, muss die Airline nach Angaben der Verbraucherzentrale Alternativen anbieten. Bei streikbedingtem Flugausfall oder einer Verspätung von mehr als drei Stunden etwa durch Umbuchung auf einen anderen Flug.

Findet der Ersatzflug aber erst am nächsten Tag oder in den darauffolgenden Tagen statt, muss die Fluggesellschaft die Reisenden notfalls in einem Hotel unterbringen und für die Fahrt dorthin und zurück zum Flughafen sorgen, so die Verbraucherzentrale weiter. Ebenso haben Airlines die Möglichkeit, das Ticket für innerdeutsche Flüge in eine Bahnfahrkarte umzuwandeln.

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