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Montag, Mai 23, 2022

Deshalb muss der Arbeitgeber dem Homeoffice im Ausland zustimmen

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Mit der Corona-Pandemie hat sich in Deutschland auch das Home Office verbreitet. Immer mehr nutzen es mittlerweile, um vom Ausland aus zu arbeiten. Das sollten Sie dabei beachten. 

In den vergangenen zwei Jahren hat sich die sogenannte “Workation” immer mehr etabliert. Der Begriff ist eigentlich ein Kunstwort, das aus den englischen Begriffen work (deutsch: Arbeit) und vacation (deutsch: Urlaub) zusammengesetzt ist.

Obwohl beides zunächst gegensätzlich wirkt, finden immer mehr Menschen Wege, Arbeit und Urlaub zu vereinen, indem sie im Ausland arbeiten. Doch wie sieht das aus? Was ist dabei zu beachten? Welche Orte bieten sich besonders an? 

Was steckt hinter “Workation”? 

Grundsätzlich verbindet die Workation den Job mit dem Urlaub. Entweder individuell: Sie planen beispielsweise einen längeren Urlaub mit der Familie und wollen aber arbeiten, während Ihre Familie urlaubt.

Oder aber, sie planen eine “professionelle” Workation gemeinsam mit Gleichgesinnten. Sie buchen eine gemeinsame Unterkunft im In- oder Ausland und wechseln sich dort mit Arbeit – allein oder im Team – sowie Workshops, gemeinsamen Ausflügen und anderen Programmpunkten ab. Für diese Variante gibt es zahlreiche Coworking-Spaces, die speziell für Workation gebucht werden können.  

Bereits im Oktober 2021 stellte das Reiseportal “Airbnb” in einer Umfrage fest, dass mehr als die Hälfte der Befragten plante, Beruf und Urlaub miteinander verbinden zu wollen. 

Was ist beim Home Office im Ausland zu beachten? 

Auch, wenn es zunächst ganz einfach klingt, sollten Sie nicht einfach in den Urlaub starten, Ihren Laptop einpacken und hoffen, dass alles klappt. Der Ferienwohnungsanbieter “Hometogo” gibt einige wichtige Tipps dazu, was beim Arbeiten im Ausland zu beachten ist. 

  • Arbeitgeberzustimmung: Grundsätzlich benötigen Sie die Zustimmung Ihres Arbeitgebers, sofern Sie nicht selbstständig arbeiten. Dabei sollten Sie auch den genauen Zeitraum festlegen. 
  • Erreichbarkeit: Besonders dann, wenn Sie in ferne Länder reisen wollen, die in einer anderen Zeitzone liegen, sollten Sie auch absprechen, wann und wie Sie zu erreichen sind. 
  • Infrastruktur: Wichtig für die Erreichbarkeit sind natürlich Laptop, Smartphone und auch der Internetzugang. Auch die Bedingungen dafür sollten Sie vorab klären. 
  • Schadensfall: Auch im Ausland kann Ihnen etwas passieren, dann benötigen Sie im schlimmsten Fall verschiedene Versicherungen, etwa eine Krankenversicherung, Unfallversicherung oder Haftpflichtversicherung, um die Sie sich auch vorab kümmern sollten. 
  • Recht und Steuer: Für eine Workation im EU-Ausland ist meist eine Zusatzvereinbarung im Arbeitsvertrag nötig. Zudem sollten Sie klären, ob eine Aufenthaltsgenehmigung benötigt wird. Je nach Zielland kann es bei Überschreiten einer bestimmten Tagesgrenze zu einer Lohnsteuerpflicht im Aufenthaltsland kommen.

Welche Orte sind für eine Workation besonders geeignet? 

Grundsätzlich sind Coworking-Orte und Ferienwohnungen besonders beliebt für das Home Office im Ausland. Laut “Hometogo” nutzen aber immerhin 27 Prozent der Befragten einer Umfrage zum Thema auch Hotels für ihre Workation. 

Zusätzlich wurden 150 Großstädte weltweit darauf untersucht, wie viele Co-Working-Spaces es dort gibt, wie gut das Internet ist und wie die Ausstattung mit Restaurants, Kulturangeboten, Übernachtungsmöglichkeiten ist und wie es mit einem Visum aussieht. Auf Platz 1 landet demnach Tokio in Japan als Stadt mit der besten Infrastruktur für Arbeit im Ausland. Auf Platz 2 liegt Bangkok in Thailand, auf Platz 3 dann Madrid in Spanien als erstes europäisches Reiseziel.

Unter den Top Ten sind außerdem London, New York, Paris, Barcelona, Budapest, Bukarest und Valencia. In Deutschland eignen sich vor allem Berlin, Frankfurt am Main oder Düsseldorf für ein Home Office außerhalb der eigenen vier Wände. 

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