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Mittwoch, Mai 25, 2022

Das sind die besten Eisdielen in Europa

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Prag, Rom & Co.  

Bei einem Städtetrip halten ein paar Kugeln Eis nicht nur Kinder bei Laune. Wir stellen die besten Eisdielen in Prag, Rom, Florenz, Barcelona und Paris vor. Oft sind dort wahre Eis-Künstler am Werk.

Eisfans haben es immer schon gewusst: Die köstlich-cremigen Kugeln haben mit ihren Zutaten Zucker, Proteinen und Fett den Wert einer vollwertigen Mahlzeit. Für alle Schleckermäuler, die im Frühsommer auf Städtetour in Europa gehen, haben wir einen inoffiziellen Eisführer mit bekannten und besuchenswerten Eisdielen zusammengestellt.

Da kann das warme Mittagessen dann ruhig mal durch ein paar kühle Kugeln ersetzt werden. Hier kommt die “Crème de la Crème”:

Prag: Handwerkskunst aus Leidenschaft

Seit 2007 wird in Prag Eisgeschichte geschrieben. Da wurde der erste Angelato-Eissalon eröffnet. Allerdings nicht von italienischen Eisprofis in x-ter Generation, sondern von leidenschaftlichen Idealisten, die einfach gute Eiscreme aus regionalen und nachhaltigen Zutaten produzieren wollten. Wie gut das Konzept aufgegangen ist, können Leckermäuler inzwischen gleich viermal in der Stadt an der Moldau schmecken.

Täglich werden einige wenige Sorten in Handarbeit und kleinen Chargen hergestellt. Dabei wird auf Saisonalität geachtet, sodass es im Sommer auch mal eher seltene Sorten wie Stachelbeere gibt. Die meisten Sorten sind vegan, glutenfrei und ohne künstliche Zusatzstoffe, sodass für jeden Eisfreund etwas dabei ist.

Rom: Eis nach dem Gelage

Angeblich ist die Eiskugel in Rom erfunden worden und geht auf die römischen Gelage und die Leidenschaft der Römer für kühle Abschlüsse zurück. Vielleicht ist es gerade deshalb fast unmöglich, in Rom das beste Eis zu finden. Es gibt einfach so viele, darunter kleine und versteckte Eisdielen. Die meisten Gelaterien sind Familienbetriebe und produzieren ihr Eis noch nach altem und streng geheimem Rezept, auf das Stammkunden seit Generationen schwören.

Im Centro Storico als herausragend gelten nach wie vor “Giolitti” zwischen Piazza Colonna und Pantheon in der Via Uffici del Vicario 40 und die “Cremeria Monteforte” in der Via della Rotonda 22. Eine besonders große Auswahl mit mehr als 150 Sorten gibt es in der “Gelateria della Palma” ziemlich genau dazwischen. Und weil die Qual der Wahl noch nicht groß genug ist, sorgt seit einigen Jahren die auf Nachhaltigkeit achtende Gelateria “Come il latte” in der Via Silvio Spaventa für lange Schlangen an heißen Tagen. Handgemacht, regional und kalorienreich sind die fantasievollen Eissorten in der Nähe des Borgheseparks.

Neben den klassischen Sorten gibt’s Ricotta mit karamellisierten Feigen und Haselnüssen oder sizilianische Spezialitäten wie Brioche mit Eis. Ein Tipp noch: Vor der Bestellung muss meist ein Scontrino, ein Bon, an der Kasse gekauft werden, sonst war alles Anstehen und Aussuchen umsonst.

Florenz: Die Wiege des Milcheis

Wer nach dem Besuch von Uffizien, Dom und Co. meint, in Florenz das Wichtigste erledigt zu haben, weiß nicht, dass ihm die größte Aufgabe noch bevorsteht: das beste Eis zu finden. Schließlich wurde in der Stadt am Arno vor mehr als 500 Jahren das erste Milcheis zusammengemischt. Im dankbaren Gedenken an seinen Erfinder Bernado Buontalenti gibt’s auch heute noch die “Crema Fiorentina”, die aus Milch, Eigelb, Honig und etwas Wein besteht.

Kein Wunder, dass sich gerade in Florenz die Eiskünstler ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, wenn’s um die cremig-kalte Sommersünde geht. Weit vorne liegt das “Vivoli” in der Via Isole delle Stinche. Klein und unscheinbar von außen hebt es sich seine wahren Schätze für die Kühltheke auf. Auch die “Gelateria La Carraia” auf der Piazza Nazario Sauro 25 beansprucht die Auszeichnung “bestes Eis in Florenz”.

Speziell das Pistazieneis sei eine Sünde wert. Experimentierfreudige besuchen die “Gelateria de ‘Neri” in der Nähe von Santa Croce. Dort haben sie dann die Wahl zwischen Ricotta mit Feigen, Rose oder sogar Gorgonzola.

Barcelona: Hola helado!

Schon der Name von Barcelonas angeblich bester Eisdiele zergeht förmlich auf der Zunge: “Gelaaati di Marco”. Zwar gibt es keine hundert Sorten, dafür echtes Handwerk und vor allem ein Herz für Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Glutenfreie, laktose- oder zuckerfreie Sorten sind ebenso im Angebot wie Eissorten für Veganer.

Die Vorteile einer Großstadt am Meer können Eisliebhaber bei “Vioko” an der Passeig de Joan de Borbó genießen. Gerade am Spätnachmittag, wenn die Hitze noch ein letztes Mal aufdreht und dann langsam von einer leichten Brise vertrieben wird, ist ein Strandbummel mit einer Waffel Eis in der Hand unvergleichlich schön.

Wer gerne mal etwas Neues probiert und Süßes liebt, ist bei “Manna Gelats” hinter der Kathedrale bestens bedient. Vor allem ausgefallene Sorten wie Cherimoya, Guava oder Schokolade mit Jalapeños sind eine Erinnerung an die venezolanische Heimat der Besitzer.

Paris: Eis für Models

Hartnäckig hält sich unter Schleckermäulern die Idee, dass man mit Kältereizen Kalorien verbrennen kann. Das erklärt vielleicht die große Liebe zum Eis in der Stadt der Mode. Beim Eis scheint das lebensfrohe linke Seine-Ufer die Nase vorne zu haben. Auf der Île Saint Louis bietet Traditionsglacier Berthillon seine eisigen Kügelchen an. Als Favoriten gelten dunkle Schokolade, Sauerkirsche und natürlich das berühmte Vanilleeis, dessen Rezept seit Generationen geheim gehalten wird.

Angeblich erschmecken es wahre Eisfans blind. Die servierten Mengen sind figurfreundlich, schließlich ist Paris auch die Stadt der Models. In der malerischen Rue du Bac bietet “Le Bac à glaces” sogar Diätsorten an, damit sich niemand wegen der kalten Sünde grämen muss. Natürlich gibt’s auch fast 50 Sorten traditionelle Eiscreme – hausgemacht und ohne chemische Zusätze

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