
Test unter Extrembedingungen
Diese E-Autos kommen im Winter besonders weit
31.01.2026 – 09:16 UhrLesedauer: 3 Min.
Bei eisigen Temperaturen sinkt die Reichweite von E-Autos. Wie stark das der Fall ist, welche Modelle besonders wenig und besonders viel verlieren, zeigt der Härtetest.
Eisige Kälte ist ein Feind von Akkus. Das war schon immer so – und jeder Smartphonebesitzer kennt es: Bei niedrigen Temperaturen leisten die Zellen in den Batterien weniger, entsprechend sinkt auch die Betriebsdauer.
Bei E-Autos ist das nicht anders. Vor 15 Jahren, als die Batterietechnik noch nicht ausgereift war und die maximalen Reichweiten selbst im Sommer bei nur 250 Kilometern lagen, bedeuteten winterliche Temperaturen teils einen Verlust um gut 50 Prozent – längere Touren waren kaum möglich. Und heute? Da sind die Verluste teilweise immer noch hoch, angesichts besserer Technik und größerer Akkus jedoch im Verhältnis lange nicht mehr so dramatisch wie früher.
Die Rahmenbedingungen waren in diesem Jahr jedoch außergewöhnlich hart: Zeitweise sanken die Temperaturen auf bis zu minus 30 Grad Celsius – deutlich kälter als in den Vorjahren, wo die niedrigsten Temperaturen bei –10 Grad Celsius lagen. Entsprechend stark fielen bei den 24 teilnehmenden Elektrofahrzeugen die Reichweitenverluste aus.
Hier sind die Ergebnisse – die Fahrzeuge sind nach ihrer vom Hersteller angegebenen Reichweite geordnet:
Wichtig zu wissen: Der Opel Grandland startete aufgrund eines Fehlers mit einem Ladezustand von 94 Prozent. Beim Zeekr 7X und dem Smart #5 wurde nach einer Pause vor der bergigen Etappe nach Donbås beschlossen, die Fahrzeuge aufgrund von rapide fallenden Restreichweiten aus dem Test zu nehmen.
Die größte absolute Distanz legte der Lucid Air Grand Touring AWD zurück. Mit seinem 117-kWh-Akku kam das US-Modell auf 520 Kilometer. Gegenüber der WLTP-Reichweite von 960 Kilometern entspricht das einem Minus von 46 Prozent. Damit zählt der Lucid zugleich zu den Fahrzeugen mit den höchsten relativen Einbußen. Gleichauf liegt der Opel Grandland, der statt 484 nur 262 Kilometer schaffte, also ebenfalls einen Verlust von 46 Prozent einfuhr.