Regierung öffnet Tür für Emirates-Flüge am BER

Nach jahrelangem Streit

Regierung öffnet Tür für Emirates-Flüge am BER

11.02.2026 – 19:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Flugzeug von Emirates (Archivbild) Die Fluggesellschaft würde gerne nach Berlin fliegen, will dafür aber keines ihrer bisherigen deutschen Ziele aufgeben. (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Die Bundesregierung zeigt sich offen für Start- und Landerechte der Fluggesellschaft Emirates am Hauptstadtflughafen. Die Lufthansa ist jedoch dagegen.

Die Bundesregierung hat Bereitschaft signalisiert, der Fluggesellschaft Emirates Start- und Landemöglichkeiten am Hauptstadtflughafen BER zu gewähren. „Die Vereinigten Arabischen Emirate wünschen sich einen Ausbau der Verbindungen von und nach Deutschland, weshalb auch das Thema Landerechte angesprochen wurde“, teilte ein Regierungssprecher auf Anfrage mit. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) war kürzlich im Rahmen einer Reise durch die Golfregion zu Besuch in dem Land.

Die Regierung arbeite intensiv daran, die Möglichkeiten internationaler Flugverbindungen von und nach Deutschland zu erweitern. Eine Entscheidung in der Frage der Landerechte ist bislang jedoch noch nicht gefallen. Zuvor hatte die „Zeit“ über das Thema berichtet.

Das Thema Fluglizenzen für Emirates am BER ist seit Jahren ein Streitthema in der deutschen Luftfahrtpolitik. Die Fluglinie darf unter bisherigen Regeln maximal vier deutsche Flughäfen bedienen: Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg. Einen dieser Standorte zugunsten von Berlin aufzugeben, kam für das Unternehmen bisher nicht infrage.

Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) unter Chefin Aletta von Massenbach sowie die beiden beteiligten Bundesländer fordern deshalb schon lange eine zusätzliche Lizenz. Ihr Ziel ist es, mehr Langstreckenverbindungen am BER anbieten zu können.

Die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Kai Wegner (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), reagierten positiv auf die Bereitschaft der Bundesregierung, über die Frage zu verhandeln. „Eine Direktverbindung in eine wichtige globale Wachstumsregion stärkt ganz Ostdeutschland als Wirtschaftsstandort, wird mehr Investitionen in die Region bringen und neue Arbeitsplätze schaffen“, teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit.

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