
„Das Wetter ist eine Katastrophe“
Flaschensammler klagen über magere Ausbeute an Karneval
12.02.2026 – 12:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Straßenkarneval in Köln fällt regnerisch aus. Den Flaschensammlern in der Stadt macht das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung.
Flaschensammler Thomas hat mit Petrus an Weiberfastnacht kein Glück: Im strömenden Regen läuft er durch die Altstadt, in der sich am frühen Mittag deutlich weniger Jecken aufhalten als in den vergangenen Jahren. „Das Wetter ist eine Katastrophe“, klagt er.
Thomas lebt in der Stadt, hat durch einen Rechtsstreit seine Kinder verloren, wie er der Kölner Lokalredaktion von t-online im Gespräch erzählt. Seitdem sammle er bei Kölner Großevents regelmäßig Flaschen. „Hier ist ja kaum einer, die bleiben alle zu Hause“, sagt er angesichts des geringen Andrangs an Weiberfastnacht.
Er schätzt, dass er am Ende des Tages mit ungefähr 50 Euro nach Hause gehen wird. Pro Glasflasche gibt es acht Cent Pfand, Flaschen aus Hartplastik bringen pro Stück 15 Cent, auf Flaschen aus Weichplastik und Dosen stehen 25 Cent.
Auch ein zweiter Flaschensammler klagt im Gespräch mit t-online über die miese Wetterlage. Fotografiert werden möchte er nicht. Mit 50 Euro an Flaschenpfand rechnet er nicht. „Das wird deutlich weniger. Heute ist es echt hart.“ Er zeigt seine Ausbeute: Gegen 11.30 Uhr hat er immerhin schon ein Tüte mit Flaschen gefüllt.
Zum Sessionsauftakt am 11.11. des vergangenen Jahres waren deutlich mehr Menschen in Köln unterwegs, um Karneval zu feiern. Entsprechend war auch die Ausbeute der Flaschensammler größer. Einer von ihnen sagte damals, dass er und seine vier Mitsammler mit rund 150 Euro nach Hause gehen würden. Diese Summe zusammenzubekommen, wird an Weiberfastnacht wohl deutlich schwieriger.
Das Wetter wird auch an den kommenden Karnevalstagen ungemütlich bleiben. Aktuellen Prognosen zufolge soll es am Samstag und Sonntag weitgehend trocken bleiben, aber kalt werden. Zum Höhepunkt des Straßenkarnevals am Rosenmontag soll es dann wieder Regen geben.