Berliner Abgeordnetenhauswahl
Razzia bei AfD-Mitarbeiter kurz vor der Wahl
18.09.2026 – 23:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Fünf Tage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl durchsucht die Polizei die Wohnung eines Mitarbeiters von AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker. Die Ermittler wurden dabei fündig – wenn auch anders als erwartet.
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Wohnung eines Mitarbeiters von AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker durchsuchen lassen. Der Einsatz in Berlin-Lichterfelde fand am 15. September statt und richtete sich gegen einen 48-Jährigen, dem Verstöße gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz vorgeworfen werden. Zuerst hatten „Bild“ und „B.Z.“ berichtet.
Beweismittel, die den ursprünglichen Tatvorwurf stützen, fanden die Ermittler laut Staatsanwaltschaft nicht. Stattdessen stellte die Polizei sogenannte Zufallsfunde sicher, die nun kriminaltechnisch untersucht werden müssen, bevor deren strafrechtliche Relevanz bewertet werden kann. Den Zeitungsberichten zufolge handelt es sich dabei um Drogen und Nazi-Devotionalien.
AfD-Sprecher Ronald Gläser bezeichnete den Vorgang als „private Angelegenheit“ und erklärte: „Wir warten die Ermittlungen ab.“ Die „Bild“-Zeitung zitierte Spitzenkandidatin Brinker mit den Worten: „Ich hatte niemals einen Anhaltspunkt dafür, dass er in einer solchen Richtung tickt. Er ist einfach Sammler.“
