Erst am Donnerstagabend trat die Berliner Rapgruppe BHZ kostenlos in Schöneberg auf. Tausende strömten in den Nollendorfkiez – auch dort wurde der Ort erst kurz vorher bekannt.

Die Berliner Polizei hat für den 1. Mai 2026 ein Versammlungsverbot im Treptower Park erlassen. Die Allgemeinverfügung gilt seit heute Morgen bis Samstagmorgen um 6 Uhr. Das betroffene Gebiet erstreckt sich zwischen der Spree, der Bulgarischen Straße, der Straße Am Treptower Park und der S-Bahntrasse. Auch die Insel der Jugend fällt unter das Verbot.

Die Fahrbahn der Puschkinallee ist ausgenommen. Die Polizei hat die Verfügung mit dem Bezirk Treptow-Köpenick abgestimmt. Laut Polizei dient das Verbot dem Schutz der Grünanlage und des Gartendenkmals. Die Dokumente können im Polizeiabschnitt 35 im Segelfliegerdamm 42 in Berlin-Johannisthal eingesehen werden.

Rave, Proteste, Gewerkschaften: So läuft der 1. Mai in Berlin

Am Tag der Arbeit gehen in Berlin zahlreiche Menschen auf die Straße. Linke Gruppen organisieren Demonstrationen in mehreren Stadtteilen, insgesamt werden mehrere Zehntausend Teilnehmer erwartet. Die Polizei begleitet die Veranstaltungen mit rund 5.300 Beamten.

Im Grunewald versammeln sich ab 13 Uhr vor allem jüngere Teilnehmer zu Aktionen gegen Kapitalismus und steigende Mieten. Große Gewerkschaften demonstrieren parallel unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“.

In Kreuzberg und rund um den Treptower Park setzen Teilnehmer zudem auf Rave-Proteste. Im Görlitzer Park etwa soll eine Technoparty gegen die nächtliche Schließung stattfinden. Bei gutem Wetter rechnen die Veranstalter mit großem Andrang, wie schon in den vergangenen Jahren.

Höhepunkt des Tages ist die Demonstration „Revolutionärer 1. Mai“. Sie führt am Abend durch Kreuzberg und Neukölln, erwartet werden bis zu 20.000 Teilnehmer. Die Polizei geht derzeit von einem überwiegend friedlichen Verlauf aus.

Die Einsatzkräfte bereiten sich dennoch umfassend vor. Neben Beamten am Boden stehen unter anderem Hubschrauber, Boote und Wasserwerfer bereit. Auch spezielle Einheiten wie Spürhunde, Fahrradstaffeln und Kletterteams sind im Einsatz. Entlang der Demonstrationsstrecken hat die Polizei zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. 2025 kam es zu mehr als 70 Festnahmen, etwa wegen Flaschen- und Böllerwürfen. 13 Polizisten wurden verletzt, die meisten von ihnen leicht.

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