Über 300 Rettungskräfte im Einsatz
Meterhohe Rauchschwaden über Autobahntunnel
Aktualisiert am 03.03.2026 – 18:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Dichter Rauch, Flammen, ein Großaufgebot an Einsatzkräften. Im verkehrsreichsten Autobahntunnel Baden-Württembergs ist ein Feuer ausgebrochen.
Der Engelbergtunnel auf der A81 bei Stuttgart ist seit dem frühen Dienstagnachmittag voll gesperrt. In dem Tunnel hatte ein Lastwagen-Anhänger Feuer gefangen. Drei Menschen kamen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Wann er wieder öffnet, ist unklar, teilte die Autobahn GmbH mit.
Der Brand sei gegen 14.20 Uhr gemeldet worden. Der Anhänger sei in der Weströhre, direkt am Beginn des Tunnelportals, in Fahrtrichtung Karlsruhe/München komplett ausgebrannt. An Bord seien Kühlschränke gewesen. Das Feuer bildete eine große Rauchsäule: Auf Bildern ist zu sehen, dass sie bereits aus großer Entfernung sichtbar war. Insgesamt sollen 386 Rettungskräfte mit 57 Fahrzeugen im Einsatz gewesen sein.
Die Hitze sollen Spuren an der Tunnelstruktur hinterlassen haben. „Erste Prüfungen vor Ort zeigen massive Betonabplatzungen an der Tunneldecke der betroffenen Weströhre“, teilte die Autobahn GmbH mit. Auch die Kabel der Tunnelsteuerung und der Brandmeldeanlage seien verschmort.
Die Bergung des ausgebrannten Fahrzeugs soll sich hinziehen: Die verbrannten Kühlschränke müssen einzeln verladen werden, hieß es. Für die Dauer der Arbeiten müsse der Strom im Tunnel aus Sicherheitsgründen komplett abgeschaltet bleiben.
Die Oströhre soll so schnell wie möglich wieder freigegeben werden, hieß es weiter. Ein genaues Datum für das Ende der Vollsperrung hänge von Sicherheitsprüfungen ab. Laut Daten des ADAC habe sich bereits ein vier Kilometer langer Stau gebildet. Autofahrer werden aufgefordert, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Der Zeitverlust betrage mindestens 40 Minuten.
Der Engelbergtunnel gilt als meistbefahrener Autobahntunnel Baden-Württembergs. Bereits im vergangenen Herbst hatte ein Brand dort ein Verkehrschaos ausgelöst: Damals hatte sich an einem Fahrzeug Rauch entwickelt, während es den Tunnel durchfuhr
