Radweg am BSR-Hof

Bau soll nach fünf Jahren Verzögerung 2026 starten

02.04.2026 – 04:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Radweg-Schild neben einem Wohnblock (Symbolbild): Schon 2021 hatte der Bezirk einen breiteren Radstreifen mit Pollerschutz angekündigt. (Quelle: IMAGO/Robert Kalb/imago)

Seit 2021 warten Radfahrer in Prenzlauer Berg auf mehr Schutz vor dem BSR-Hof. Jetzt kommt der Umbau – doch ein entscheidendes Element fehlt.

Eine gefährliche Stelle für Radfahrer in Prenzlauer Berg soll laut „Tagesspiegel“ endlich entschärft werden – nach jahrelangem Stillstand. Das Bezirksamt Pankow hat den Startschuss für den Umbau der Behmstraße gegenüber der Zeitung bestätigt, wo Radfahrer an der Einfahrt eines BSR-Recyclinghofs immer wieder zwischen wartenden Fahrzeugen und dem fließenden Verkehr eingeklemmt werden.

Schon 2021 hatte der Bezirk einen breiteren Radstreifen mit Pollerschutz angekündigt. Dann stockte das Vorhaben – erst wegen der Pandemie, später wegen einer Überprüfung durch den schwarz-roten Senat, der das Projekt 2023 auf Eis legte. Jetzt soll es losgehen:

„Die Planungen sind abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Eine Umsetzung wird in diesem Jahr angestrebt“, teilte ein Sprecher von Verkehrsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) auf Anfrage des „Tagesspiegel“ mit.

Das Konzept ist allerdings abgespeckt, wie es in dem Bericht heißt. Die Senatsverwaltung für Mobilität hatte Einwände gegen die geplante Pollerleiste: „Zur ursprünglichen Planung aus dem Jahr 2023, die eine Verlegung des Rad-Schutzstreifens auf den Parkstreifen und Schutzelemente vorsah, wurden von der Straßenverkehrsbehörde der Senatsverwaltung Bedenken geäußert, sodass diese Variante nicht verkehrsrechtlich angeordnet werden konnte.“

Stattdessen soll der Fahrstreifen neben dem Radweg tagsüber als reine Zufahrtsspur für den Recyclinghof dienen – außerhalb der Öffnungszeiten darf dort geparkt werden.

Radfahrer gewinnen dadurch keinen zusätzlichen Platz. Die Neuordnung soll allein verhindern, dass der Nebenstreifen gleichzeitig als Stauzone und Parkfläche genutzt wird – genau das ist bisher das eigentliche Problem.

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