Radarwarner im Urlaub: Vorsicht, Gefängnis droht

Bis zu einem Jahr Knast

Radarwarner im Urlaub: Vorsicht, Gefängnis droht


Aktualisiert am 12.02.2026 – 15:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Blitzer-Warner auf dem Smartphone: Die Apps während einer Pause zu benutzen, ist kein Problem. Anders sieht es während der Fahrt aus. (Quelle: IMAGO)

Radarwarner und Blitzer-Apps für das Handy können Autofahrer rechtzeitig vor den Messgeräten der Polizei warnen – zumindest in der Theorie. In der Praxis gelten jedoch andere Regeln.

In Deutschland dürfen Autofahrer weder Radarwarner noch Blitzer-Apps verwenden. Das Verbot gilt umfassend: Es schließt sowohl spezielle Geräte ein, die vor Radarfallen warnen, als auch entsprechende Funktionen, die in Navigationsgeräten oder auf Smartphones installiert sind.

Übrigens: Auch Beifahrer dürfen Blitzerwarner nicht benutzen. Das stellt ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe klar.

Es ist aber erlaubt, sich vor Fahrtantritt oder während einer Pause über Blitzerstandorte auf der geplanten Route zu informieren.

Apps, die vor Radarfallen warnen, und Navigationsgeräte zeigen an, wo Radarfallen bekannt sind. Reine Radarwarngeräte hingegen erkennen aktiv, wenn Messgeräte Strahlung aussenden. Da diese Geräte die Polizei bei ihren Messungen stören können, hat der Gesetzgeber sie verboten.

Viele europäische Länder verbieten ebenfalls, Radarwarner und Apps zu nutzen, die vor Blitzern warnen. Wie hart die Behörden bestrafen, unterscheidet sich jedoch erheblich:

Fahren Sie ohne Radarwarner und Apps, die vor Blitzern warnen. Bevor Sie ins Ausland reisen, erkundigen Sie sich, welche Regeln dort gelten. Verlassen Sie sich dabei auf offizielle Quellen: Autoclubs, Botschaften, Konsulate oder Fremdenverkehrsämter informieren Sie aktuell und zuverlässig.

Aktie.
Die mobile Version verlassen