
Sanitäter rücken mit Hubschrauber an
Junge spielt mit Pyrotechnik – Verletzung am ganzen Körper
Aktualisiert am 02.01.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Junge findet auf einem Sportplatz einen apfelsinengroßen Gegenstand und zündet ihn an. Nach der Explosion überschlagen sich die Ereignisse.
Ein zwölfjähriger Junge ist in Potsdam durch die Explosion vermutlich illegaler Pyrotechnik schwer verletzt worden. Der Junge hatte den apfelsinengroßen Gegenstand am Neujahrstag auf einem Sportplatz gefunden und angezündet. Bei der sofortigen Detonation erlitt er massive Verletzungen an Bauch, Unterleib, Gesicht und Händen – ein Daumen konnte nicht gerettet werden, wie das Unfallkrankenhaus Berlin mitteilte.
Der Vorfall ereignete sich auf einem Sportplatzgelände im Potsdamer Stadtteil am Stern. Nach der Detonation seien Menschen herbei geeilte und hätten sofort Erste Hilfe geleistet, teilte die Polizei Potsdam mit.
Der Schwerverletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Berliner Unfallkrankenhaus geflogen. Sein 13-jähriger Begleiter blieb körperlich unverletzt.
Am Unglücksort fand die Polizei Fragmente eines pyrotechnischen Knallkörpers und stellte diese sicher. „Ersten Erkenntnissen zufolge konnte bislang nicht rekonstruiert werden, welche Art und Umfang der Knallkörper ursprünglich, also vor dessen Detonation aufwies“, erklärte ein Polizeisprecher. Die Beamten ermitteln nun wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.
Wegen der großen Menge an Explosivmasse und ihrer komplexen Funktionsweise sind Kugelbomben in Deutschland nicht für den Allgemeingebrauch zugelassen, sondern ausschließlich für staatlich geprüfte Pyrotechniker.
Bereits im vergangenen Jahr war ein siebenjähriger Junge in Berlin durch eine Kugelbombe lebensgefährlich verletzt worden. Nach einer Notoperation folgten zahlreiche weitere Eingriffe. Der Junge ist heute schwer gezeichnet und kämpft um seinen Weg zurück ins Leben.