WM 2026 in Nordamerika

Viele deutsche Städte verzichten auf Public Viewing

06.05.2026 – 13:29 UhrLesedauer: 3 Min.

Bei der Heim-EM 2024 gab es zahlreiche Public Viewings. Bei der WM im Sommer könnte das anders aussehen. (Quelle: Christoph Soeder/dpa/dpa-bilder)

Viele WM-Spiele beginnen hierzulande erst nach Mitternacht – große Fan-Feste sind erlaubt, trotzdem gibt es eine Schwierigkeit.

Ab dem 11. Juni kämpft die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada um den Titel – doch viele Spiele beginnen nach deutscher Zeit erst nach Mitternacht. Das Bundeskabinett hat zwar Ausnahmen von den Lärmschutzregeln beschlossen, um Public Viewing auch nach 22 Uhr zu ermöglichen. Großstädte wie München, Köln oder Hamburg verzichten aber auf offizielle Fanmeilen.

Das Turnier in Nordamerika hat 17 verschiedene Anstoßzeiten. Am häufigsten wird um 21 Uhr angepfiffen – 19 Spiele. Es folgen 3 Uhr (11 Spiele), 22 Uhr (10 Spiele) und Mitternacht (9 Spiele). Partien an der US-Westküste – etwa in Los Angeles oder San Francisco – beginnen häufig um 3 oder 4 Uhr deutscher Zeit. Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hatte die Lage bereits im Vorjahr eingeschätzt: „Ich verstehe, dass das schlecht für unsere Fans sein wird, für die Kinder, für die jungen Leute. Ich denke, es wird am nächsten Tag viele Schulschwänzer geben.“

Fifa-Vizepräsident Victor Montagliani bereitete Fans und Rechtepartner ebenfalls auf Enttäuschungen vor: „Wird jedes Spiel hinsichtlich der Anstoßzeit und der Fernsehübertragung absolut perfekt sein? Ich weiß es nicht.“

Das erste deutsche Vorrundenspiel gegen Curaçao beginnt um 19 Uhr. Die Gruppenspiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador starten um 22 Uhr. Ein mögliches Sechzehntelfinale wäre um 22.30 Uhr angesetzt. Ein mögliches Achtelfinale gegen Frankreich könnte um 23 Uhr angepfiffen werden. Halbfinals und Endspiel beginnen um 21 Uhr, das Spiel um Platz 3 um 23 Uhr.

Während es bei der Heim-EM vor zwei Jahren viele Fanmeilen gab, halten sich die Großstädte diesmal zurück. In München und Nürnberg soll es keine offiziellen Feste geben. Ein Sprecher der Olympiapark München GmbH nannte schwindendes Interesse als Grund: „Public Viewings gibt es heute ja im Prinzip in jedem Biergarten.“ Köln, Dortmund, Hamburg, Leipzig, Mainz und Stuttgart planen ebenfalls keine Großleinwände. In Berlin ist dem Portal „berlin.de“ zufolge wieder eine Fanmeile rund um das Brandenburger Tor geplant – Details stehen noch aus.

Share.
Die mobile Version verlassen