Block-Prozess geht weiter

Dieses Gutachten könnte das Strafmaß beeinflussen

06.08.2026 – 19:23 UhrLesedauer: 1 Min.

Christina Block im Gerichtssaal (Archivbild): Die 53-Jährige soll die Entführung zwei ihrer Kinder in Auftrag gegeben haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. (Quelle: Marcus Brandt)

Der Prozess gegen die Unternehmerin Christina Block wird fortgesetzt. Dabei stehen die Folgen der mutmaßlichen Entführung für die Kinder im Mittelpunkt. Sie könnten das Strafmaß beeinflussen.

Im Hamburger Block-Prozes legt die Psychiaterin Mareike Schüler-Springorum ihr Gutachten zu den psychischen Folgen der mutmaßlichen Kindesentführung am Freitag (9.30 Uhr) vor. Die Sachverständige hatte bereits an zwei vorangegangenen Verhandlungstagen Teile ihrer Einschätzung vorgetragen. Die Strafkammer am Landgericht verhandelt diesen Teil des Verfahrens unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Wie ein Gerichtssprecher erläuterte, könnten die Folgen der Entführung für die Kinder das Strafmaß beeinflussen, sollte es zu einer Verurteilung kommen.

  • Haftbefehl gegen Christina Block? Gericht fällt Entscheidung
  • Psychologe sprach mit den Block-Kindern: Ein Blick in ihr Seelen-Leben
Kinderpsychiaterin Mareike Schüler-Springorum kommt zum Gerichtssaal im Prozess wegen mutmaßlicher Kindesentführung im Landgericht Hamburg. (Quelle: Marcus Brandt/dpa/dpa-bilder)

Christina Block bestreitet die Vorwürfe

Angeklagt ist Christina Block (53), Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“. Ihr wird vorgeworfen, im Zuge eines Sorgerechtsstreits mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder aus Dänemark zu entführen. Die Kinder waren zum Zeitpunkt der Tat an Silvester 2023/24 zehn und 13 Jahre alt und lebten beim Vater. Block bestreitet die Vorwürfe.

Neben ihr stehen sechs weitere Personen vor Gericht, darunter ihr Lebensgefährte, der frühere Sportmoderator Gerhard Delling (67). Ihm wird Beihilfe vorgeworfen. Nur einer der Angeklagten, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe bislang eingeräumt.

Share.
Die mobile Version verlassen