30 Jahre nach seinem Tod

Prozess um Mord an Rapper Tupac Shakur startet


11.08.2026 – 06:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Rapper Tupac Shakur: Zu seinen größten Hits zählen „Change“ und „All Eyez on Me“. (Quelle: Tom Rodriguez/ dpa)

1996 starb der Rapper Tupac Shakur nach Schüssen in Las Vegas – nun beginnt der Prozess gegen einen mutmaßlichen Drahtzieher.

Wer war für den Mord an Tupac Shakur verantwortlich? Knapp 30 Jahre nach dem Tod des US-Rappers beginnt in Las Vegas ein Gerichtsverfahren gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Tat. Der Prozess startet nach Angaben von US-Medien am Montag mit der Auswahl der Geschworenen und dauert voraussichtlich etwa einen Monat. Im Fall einer Verurteilung drohe dem 63-jährigen Verdächtigen eine lebenslange Gefängnisstrafe, hieß es.

Der frühere Gang-Anführer war 2023 in Las Vegas festgenommen und unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe angeklagt worden. Vor Gericht plädierte er auf nicht schuldig. Zuvor hatte er allerdings mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weißen Cadillac gesessen habe, aus dem 1996 in Las Vegas die Schüsse auf Shakur abgefeuert wurden. Er sei der einzige Insasse aus dem Auto, der noch lebe, hatte er in Interviews gesagt und auch in einer Autobiografie geschrieben. Die tödlichen Schüsse habe aber sein Neffe abgegeben.

Lange fehlten ausreichende Beweise, um den Fall vor Gericht zu bringen. Am Ende hätten unter anderem die eigenen Worte des Festgenommenen die Untersuchungen weitergebracht, hieß es nach Angaben der Polizei.

Ermittler gehen von Rache aus

Am 7. September 1996 wurde der 25-jährige Tupac Shakur in Las Vegas in einem Auto durch Schüsse schwer verletzt. Sechs Tage später erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen. Ermittlungen zufolge war der Rapper in der Nacht der Tat gemeinsam mit Suge Knight unterwegs, dem Mitbegründer des Gangsta-Rap-Labels Death Row Records. Zuvor soll es in einem Hotel zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, bei der Shakur und Knight den Neffen des späteren Verdächtigen geschlagen haben sollen.

Onkel und Neffe gehörten demnach einer südkalifornischen Bande an, die mit der Gang, der Suge Knight nahestand, verfeindet war. Von Rache motiviert habe der Angeklagte eine Waffe besorgt und sie dann im weißen Cadillac den hinten sitzenden Männern gereicht, um auf Shakur und Knight zu schießen, hieß es.

Shakur gehörte zu den erfolgreichsten Rap-Künstlern der 1990er Jahre. In zahlreichen Liedern hatte er ein Leben als Gangster porträtiert und zum Aufstand gegen Rassismus und die Armut in den schwarzen Ghettos aufgerufen. Der Hip-Hop-Star war zeitweise in Drogenhandel und andere Kriminalität verwickelt, er kam auch ins Gefängnis. Millionen Fans weltweit verehren den Rapper und seine Musik noch immer.

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