
Tödliches Autorennen bei Köln
Prozess gegen Ex-FC-Nachwuchsspieler beginnt
08.01.2026 – 03:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem tödlichen Unfall auf der A555 stehen zwei frühere FC-Nachwuchsspieler vor Gericht. Sie sollen mit mehr als 200 km/h unterwegs gewesen sein.
Mehr als zwei Jahre nach einem tödlichen Unfall auf der A555 bei Köln beginnt am 20. Februar die Verhandlung gegen zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln. Eine Mutter und ihre Tochter kamen bei dem Unglück ums Leben. Beobachter rechnen mit einem emotionalen Verfahren.
Laut Anklage sollen sich die beiden Fahrer noch auf der A4 dazu entschlossen haben, ein Rennen zu veranstalten. Am Autobahnkreuz Köln-Süd wechselten sie auf die A555 in Fahrtrichtung Bonn. Dort sollen sie mit ihrem Audi A5 und Mercedes E400D mehrfach auf Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h beschleunigt haben, teils sogar auf 210 bis 215 km/h. Für ihre Manöver nutzten sie auch den Standstreifen.
Im Bereich einer Baustelle mussten beide Fahrer kurzzeitig abbremsen. Kurz vor der Anschlussstelle Wesseling beschleunigten sie erneut auf über 200 km/h. Zu diesem Zeitpunkt war dort ein VW Polo mit rund 100 km/h unterwegs. An der Unfallstelle galt eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.
Ursprünglich sollte das Verfahren am Amtsgericht Brühl stattfinden. Wegen des großen Umfangs gab das Gericht den Fall jedoch an das Landgericht Köln ab. Zahlreiche Zeugen hatten sich nach dem Unfall bei der Polizei gemeldet und das mutmaßliche Rennen beobachtet.
Die lange Wartezeit bis zum Prozessauftakt erklärte die Staatsanwaltschaft Köln mit einem Gutachten, das sich erheblich verzögert habe. Insgesamt hat das Gericht sechs Verhandlungstage angesetzt.