
Vor Hamburg-Konzert
„Lindemann runter von der Bühne!“ – Protest gegen Rammstein-Sänger
19.11.2025 – 02:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Rammstein-Sänger kommt in die Barclays Arena. Eine Gruppe mobilisiert zum Protest – und erklärt, warum die eingestellten Verfahren für sie keine Rolle spielen.
„Keine Show für Täter!“ – unter diesem Motto rufen Aktivisten bei Instagram zu einer Demonstration gegen das Konzert von Till Lindemann am 23. November in Hamburg auf. Der Rammstein-Sänger will an diesem Abend in der Barclays Arena auftreten.
Die unbekannten Organisatoren der Protestaktion, die bei Instagram unter dem Namen „keineshowfuertaeter_hamburg“ agieren, kritisieren, dass Lindemann trotz Berichten von Betroffenen über sexuelle Gewalt weiterhin von Veranstaltern unterstützt werde.
„Die Verfahren mögen eingestellt worden sein, aber die Berichte der Betroffenen verschwinden nicht einfach“, heißt es in dem Aufruf. Man werfe den Veranstaltern vor, Lindemann zu unterstützen, „als wäre alles normal“.
Die Demonstranten sprechen von „strukturellem Täterschutz“ und fordern: „Glaubt den Betroffenen! Gegen die Normalisierung von sexualisierter Gewalt! Gegen jeden Täterschutz! Lindemann runter von der Bühne!“
In ihrer Ankündigung begründen die Aktivisten ihr Vorgehen: „Wenn die Veranstalter schweigen, reden wir. Wenn die Politik wegschaut, stehen wir auf. Wenn Täterschutz normalisiert wird, organisieren wir Widerstand.“
Die Demonstration soll um 17.30 Uhr an der S-Bahn-Station Stellingen beginnen. Die Organisatoren rufen dazu auf, Freunde mitzubringen und laut zu werden.