Orte, Zeiten, Programm
Berlin Art Week: „Alternde Meister“ und ein Pferd an der Decke
21.08.2026 – 09:20 UhrLesedauer: 3 Min.
Im September zeigen rund 120 Orte zeitgenössische Kunst in Berlin. Das sind die Höhepunkte der Art Week 2026.
Cattelan in der Neuen Nationalgalerie, eine Kunstmesse in Tempelhof, offene Privatsammlungen: Vom 9. bis 13. September 2026 findet die Berlin Art Week statt. Die Kunstveranstaltung feiert in diesem Jahr ihr 15. Jubiläum.
Nach Angaben der Veranstalter beteiligen sich rund 120 Institutionen, Galerien und Projekträume in der Stadt. Als zentraler Treffpunkt ist das Kulturforum vorgesehen, dort soll auch der „Berlin Art Week Garten“ liegen.
Maurizio Cattelan stellt in der Neuen Nationalgalerie aus
Am Donnerstag, 10. September, eröffnet in der Neuen Nationalgalerie Maurizio Cattelans Ausstellung „Night“. Es ist die erste große Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland. Außerdem beginnt die Positions Berlin Art Fair im ehemaligen Flughafen Tempelhof. Die Veranstalter rechnen mit über 90 internationalen Galerien aus rund 20 Ländern und nennen als Schwerpunkt die Türkei.
Ebenfalls am Donnerstag findet die „Gallery Night“ mit rund 50 Berliner Galerien statt; zudem läuft ab Donnerstag in der Neuen Nationalgalerie täglich „Perform!“, unter anderem mit Trisha Browns „Walking on the Wall“ von 1971 sowie neuen Arbeiten einer jüngeren Künstlergeneration.
„Alternde Meister“ von Ersan Mondtag und Nadim Samman
Am Freitag, 11. September, steht die „Featured Night“ im Mittelpunkt, bei der rund 30 von einer Jury ausgewählten Sonderprojekte verlängerte Öffnungszeiten haben. Zudem ist laut Festivalprogramm die Premiere der Performance „Alternde Meister“ von Ersan Mondtag und Nadim Samman geplant, bei der das Berliner Ensemble nach eigenen Angaben erstmals die Räume der Gemäldegalerie bespielt. Zur Besetzung gehören unter anderem Louis Hofmann und DJ Westbam; weitere Vorstellungen sind für den 12. und 13. September angekündigt.
Am Samstag sollen nach Angaben der Veranstalter zudem private Sammlungen ohne Voranmeldung öffnen („Open Houses“), darunter Boros Collection, Fluentum und die Julia Stoschek Foundation. Zusätzlich ist „Discovering Collections!“ angekündigt, das nach Veranstalterangaben eine Anmeldung erfordert und Einblicke in sonst nicht zugängliche Privatsammlungen bieten soll.
Jeewi Lee: Asche eines Waldbrands
Der Hamburger Bahnhof zeigt eine Ryuichi-Sakamoto-Retrospektive mit dem Titel „seeing sound, hearing time“. Im Gropius Bau ist „Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960“ geplant, und im Haus der Kulturen der Welt wird die Bienal de São Paulo erstmals in Deutschland zu sehen sein.
