EU-Reform geplant

Neue TÜV-Regel könnte für Autofahrer zur Hürde werden


03.11.2026 – 11:28 UhrLesedauer: 1 Min.

Vom Tisch: Eine Pflicht zur jährlichen Hauptuntersuchung wird es vorerst nicht geben. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Robert Kneschke)

Die EU plant weitreichende Änderungen bei der Hauptuntersuchung. Dabei ist eine deutliche Verschärfung vorgesehen. Ein teurer Einschnitt für Autofahrer ist jedoch vom Tisch.

Ein nicht erledigter Sicherheitsrückruf könnte bei der Hauptuntersuchung (HU) zum Problem werden. Nach Plänen der EU sollen Fahrzeuge mit offenen Rückrufaktionen künftig durch die Prüfung fallen. Die Reform ist jedoch noch nicht beschlossen.

Rückrufe bisher ohne Konsequenzen

Bisher spielten Rückrufe bei der HU keine Rolle. Zwar wurden sie dokumentiert, hatten aber keinen Einfluss auf das Ergebnis. Die neue Regelung soll das ändern. Demnach müssten Halter nachweisen, dass die Reparatur erledigt ist. Welche Belege dafür nötig sind, steht noch nicht fest.

Auch das Prüfprogramm soll erweitert werden. Auf der Liste stehen Airbags, automatische Notbremsassistenten und andere elektronische Systeme. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge sind zudem zusätzliche Prüfpunkte vorgesehen.

HU im EU-Ausland möglich

Wer mit seinem in Deutschland zugelassenen Auto längere Zeit in einem anderen EU-Land verbringt, soll dort die HU durchführen lassen. Geplant ist eine vorläufige Bescheinigung mit einer Gültigkeit von sechs Monaten. Die nächste reguläre Prüfung müsste dann wieder in Deutschland stattfinden.

Darüber hinaus wird über zusätzliche Messungen von Stickoxiden und Partikeln diskutiert. Die Mitgliedstaaten sollen selbst entscheiden, ob sie diese Prüfungen einführen möchten. Daneben planen die EU-Gremien schärfere technische Kontrollen unter anderem für Transporter.

Eine jährliche HU für Autos ab zehn Jahren wird es hingegen vorerst nicht geben. Der Verkehrsausschuss des Europaparlaments und der EU-Rat haben den umstrittenen Vorschlag abgelehnt. Damit bleiben die bekannten Prüfintervalle in Deutschland vorerst bestehen.

Share.
Die mobile Version verlassen