
Preistrick vor dem Marktstart
BMW iX3 wird zum Luxusgut
29.01.2026 – 18:24 UhrLesedauer: 2 Min.
BMW erhöht die Preise seines SUV, noch bevor das erste Fahrzeug ausgeliefert wurde. Angeblich wegen hoher Nachfrage. Der wahre Grund dürfte woanders liegen.
Die Nachfrage bestimmt den Preis – und die staatliche Förderung auch. Noch vor dem Start der „Neuen Klasse“ im März dreht BMW bereits die Preisschraube nach oben. Der iX3 verteuert sich um 2.000 Euro auf 70.900 Euro. Angeblich wegen hoher Nachfrage. Möglicherweise ist das aber nur die halbe Wahrheit.
Das Werk im ungarischen Debrecen kommt angeblich mit der Fertigung nicht hinterher. Diese Verknappung dient BMW als Hebel. Wer bereits bestellt hat, ist nur so lange sicher, wie er an seinem Vertrag nichts ändert. Eine nachträgliche Korrektur der Ausstattung kann direkt in die neue, teurere Preisstaffel führen.
Der Zeitpunkt der Erhöhung ist kein Zufall. Käufer können derzeit mit einer neuen staatlichen E-Auto-Förderung von bis zu 6.000 Euro rechnen. Die Rechnung von BMW dürfte simpel sein: Wenn der Staat einen Teil des Kaufpreises übernimmt, merkt der Kunde den Aufschlag kaum. BMW hebt den Listenpreis an und leitet das geschenkte Geld so direkt in die eigene Bilanz um.
Der Verdacht vieler Kritiker scheint sich damit schon jetzt zu bestätigen: Die staatliche Kaufprämie dient nicht den Bürgern, sondern den Konzernen. BMW nutzt die Förderung, um die eigenen Gewinnspannen zu erhöhen.
Ob das versprochene Einstiegsmodell für rund 60.000 Euro jemals kommt, ist fraglich. Bei der aktuellen Auftragslage – und dank der erneuten Förderung vom Staat – hat BMW keinen Grund für Kampfpreise. Wer den neuen iX3 will, hat keine Wahl: Er muss den Aufpreis zahlen. Und trotzdem warten.