
Ungelöster Fall aus München
Mann versteckt Leiche von Ehefrau unter Kinderbett
18.01.2026 – 17:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Jahr 2020 finden Polizisten in einer Münchner Wohnung eine tote Frau. Ihr Ehemann gilt als verdächtig und ist seit Jahren auf der Flucht.
Wo ist Abdul Mohammad Tukhi? Diese Frage beschäftigt die Münchner Polizei und Staatsanwaltschaft bereits seit sechs Jahren. Denn der afghanische Staatsbürger steht im Verdacht, am 17. November 2020 seine Ehefrau erstochen zu haben. Das Paar lebte in einer gemeinsamen Wohnung im Münchner Stadtteil Ramersdorf/Altperlach.
Am Tattag erstatteten Familienangehörige der 34-jährigen Münchnerin eine Vermisstenanzeige bei der Polizei. Laut den Familienmitgliedern hatte der damals 41 Jahre alte Ehemann ihnen mitgeteilt, dass er und seine Frau gegen Mittag noch einkaufen gehen würden. Doch von da an waren beide verschwunden, auch telefonisch konnten sie nicht erreicht werden.
Am nächsten Tag fanden Polizisten in der Wohnung des Paares Spuren von Blut. Im Anschluss konnten weitere Spuren sichergestellt werden, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuteten. Dennoch dauerte es noch bis zum 20. November, bis Polizeibeamte die Leiche der Frau in der Wohnung fanden.
Ihr Körper lag unter einem Kinderbett, wurde hier mutmaßlich von ihrem Ehemann versteckt. Bei der Obduktion der Leiche stellte sich heraus, dass die Frau durch mehrere Stiche in den Oberkörper getötet worden war. Von ihrem damals 41-jährigen Gatten fehlte weiterhin Spur.
Die Polizei ermittelt gegen Tukhi wegen des Verdachts des Totschlags und hat einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Verdächtige nach der Tat ins Ausland abgesetzt hat. Dennoch geben die Behörden in dem Fall nicht auf und suchen weiterhin nach Zeugen, die Angaben zu dem Flüchtigen und seinem möglichen Aufenthaltsort im In- oder Ausland geben können.
Abdul Mohammad Tukhi wurde am 31. Dezember 1978 in Kabul in Afghanistan geboren und hat die afghanische Staatsbürgerschaft. Er ist etwa 1,74 Meter groß und spricht Deutsch sowie Dari, die afghanische Variante der persischen Sprache. Auf ihrer Webseite hat die Münchner Polizei ein Hinweisformular eingerichtet, über das Informationen an die zuständigen Stellen übermittelt werden könne.