Fahrgäste melden Verdacht

Verdacht auf Schusswaffe: Zug aus Frankfurt gestoppt

11.10.2026 – 17:47 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein TGV am Frankfurter Hauptbahnhof (Archivbild): In einem solchen Schnellzug nach Marseille hat es einen Polizeieinsatz gegeben. (Quelle: Rüdiger Wölk via www.imago-images.de/imago)

Passagiere in einem Zug nach Frankreich sehen einen Mann mit einer Waffe an Bord. Dann rückt die Polizei an.

Ein TGV von Frankfurt nach Marseille hat wegen eines Verdachts auf eine Schusswaffe außerplanmäßig im südhessischen Biblis gehalten. Vier Fahrgäste hätten unabhängig voneinander beobachtet, dass einer von zwei Männern eine Schusswaffe oder einen ähnlichen Gegenstand unter seiner Jacke verberge, berichtete eine Sprecherin der Bundespolizei.

Der Zug war nach ihren Angaben um 14.03 Uhr in Frankfurt gestartet. Gegen 14.30 Uhr sei die Bundespolizei aus dem Zug informiert worden. In Biblis hätten Beamte den Verdächtigen und seinen Begleiter aus der Bahn geholt. Beide, 19 und 20 Jahre alt, hätten jeweils eine Pfefferspray-Pistole bei sich gehabt, die einer echten Pistole ähnlich sehe.

Zug von Frankfurt nach Marseille: Bedrohungslage an Bord

„Es hat keine Bedrohungslage im Zug gegeben“, sagte die Sprecherin. Die Männer hätten sich sehr ruhig verhalten, auch bei der Fahrscheinkontrolle. Der 20-Jährige habe keinen Fahrschein gehabt.

Die Pfefferspray-Pistolen wurden laut Bundespolizei sichergestellt, die Personalien der beiden Männer aufgenommen. Geprüft wird nun ein waffenrechtlicher Verstoß. Was die Männer mit dem Pfefferspray wollten, war zunächst unklar.

Der Zug konnte nach knapp eineinhalb Stunden weiterfahren. Nächste planmäßige Station wäre Mannheim gewesen.

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