Zeugenaufruf erregt Aufsehen

Polizei leitet neue Ermittlungen gegen Andrew ein


22.05.2026 – 09:22 UhrLesedauer: 1 Min.

Andrew Mountbatten-Windsor: Die Polizei ermittelt gegen ihn. (Quelle: Kirsty Wigglesworth/AP Photo)

Die Polizei bittet um Hinweise im Fall Andrew Mountbatten-Windsor. Offenbar gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, Sexualdelikte aufklären zu können.

Neue Entwicklung im Fall Andrew: Die Polizei, die gegen Andrew Mountbatten-Windsor ermittelt, hat einen Zeugenaufruf gestartet. Wie aus einem aktuellen Bericht des britischen „Guardian“ hervorgeht, habe die Behörde Zeugen gebeten, sich zu melden, wenn sie Informationen über mutmaßliches sexuelles Fehlverhalten, Korruption, Betrug oder die Weitergabe vertraulicher Informationen haben.

Als Zeichen für die mögliche Ausweitung ihrer „beispiellosen Ermittlungen“ versprach die britische Ermittlungsbehörde, die Vorwürfe gegen den ehemaligen Prinzen Andrew gründlich zu untersuchen. Der 66-jährige Mountbatten-Windsor wurde im Februar unter strafrechtlicher Belehrung festgenommen und verhört, da er im Verdacht steht, im Kontext seiner Rolle als britischer Handelsbeauftragter sein Amt missbraucht zu haben.

Polizei spricht von „mehreren Ermittlungsansätzen“

Virginia Giuffre: Die US-Amerikanerin war ein Opfer von Jeffrey Epstein und erhob auch schwere Vorwürfe gegen Prinz Andrew. (Quelle: IMAGO/Emily Michot)

Ihm wird vorgeworfen, Informationen an den in Ungnade gefallenen Finanzier Jeffrey Epstein weitergegeben zu haben, wie aus den vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Der ehemalige Prinz bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Jetzt scheint sich die Polizei von diesem neuen Zeugenaufruf zu versprechen, auch im Hinblick auf die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs neue Erkenntnisse zu erlangen. Demnach prüfen die Ermittler inzwischen „mehrere Ermittlungsansätze“. Bei Razzien im Royal Lodge in Windsor, seinem ehemaligen Wohnsitz, und auf dem Sandringham-Anwesen in Norfolk soll umfangreiches Material sichergestellt worden sein. Dieses werde weiterhin „sorgfältig ausgewertet“, so die Polizei.

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