Ausnahmezustand vor Sonnenfinsternis

Riesen-Ansturm auf Sonnenbrillen: Hundertschaft rückt an


12.08.2026 – 19:29 UhrLesedauer: 1 Min.

Lange Schlangen vor dem Großplanetarium in Berlin: Zwischenzeitlich musste gar die Polizei ausrücken. (Quelle: t-online/ David Bär)

Tausende Menschen versuchen in Berlin, noch eine kostenlose Brille für die Sonnenfinsternis zu bekommen. Es kommt zu chaotischen Szenen.

Vor der partiellen Sonnenfinsternis in Deutschland haben sich Tausende Menschen am Planetarium im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg versammelt. Das Zeiss-Großplanetarium hatte damit geworben, eine kostenfreie Sonnenfinsternisbrille zur Verfügung zu stellen. Aber nur „solange der Vorrat reicht“, so die Pressesprecherin der Stiftung Planetarium Berlin.

Bereits am Nachmittag hatten sich lange Schlangen gebildet, wie ein t-online-Reporter beobachtete. Teils sei die Stimmung unter den Wartenden hitzig gewesen. Der RBB berichtete von rund 2.000 Menschen. Schließlich musste am Abend die Polizei anrücken. Ein Sprecher sagte t-online, mehrere Streifenwagen und auch Kräfte der Einsatzhundertschaft seien vor Ort gewesen. Es gehe darum, die Besucherströme zu leiten.

Warten auf kostenlose Sonnenfinsternisbrillen: Das Großplanetarium Berlin gab diese kostenlos aus. (Quelle: t-online/David Bär)

Sonnenfinsternis in Berlin: Fahrbahn blockiert

Teilweise waren die Wartenden auf die Fahrbahn der nahe gelegenen Prenzlauer Allee ausgewichen, auf der auch Straßenbahnen verkehren. Die Beamten riegelten die viel befahrene Straße aus Sicherheitsgründen ab. Im Verlauf des Abends beruhigte sich die Lage.

Gewalttätigkeiten oder andere Straftaten gab es laut dem Sprecher nicht. Niemand sei festgenommen worden. Einige Familien seien aber wieder „vereint“ worden, so der Sprecher. Offenbar hatten in dem Getümmel einige Kinder ihre Eltern verloren.

Die partielle Sonnenfinsternis sollte am Mittwoch ab 19.15 Uhr über Berlin und Brandenburg beginnen. Etwa eine Stunde später, um 20.08 Uhr wird der Höhepunkt erwartet. Dann verdeckt der Mond zu etwa 85 Prozent die Sonne.

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