Polizei durchsucht Sparkasse nach Millionen-Diebstahl

Millionen-Coup in Gelsenkirchen

Brisante Details: Razzia in Sparkasse

Aktualisiert am 06.01.2026 – 20:05 UhrLesedauer: 3 Min.

Sparkasse Gelsenkirchen: Die Täter arbeiteten sich mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank vor. (Quelle: -/Polizei Gelsenkirchen/dpa/dpa-bilder)

Nach dem Millionen-Coup in Gelsenkirchen durchsucht die Polizei die betroffene Sparkasse. Sie soll nicht ausreichend kooperiert haben. Gleichzeitig könnte es einen Insider gegeben haben.

Nach dem spektakulären Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse hat die Polizei das Gebäude am Dienstag durchsucht. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll die Bank bisher die freiwillige Kooperation zumindest in Teilen verweigert haben. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, sicherten die Beamten am Dienstag Datenträger und Kundendaten. Ein Polizeisprecher stellte im Gespräch mit der dpa klar: „Wir haben keinen Verdacht gegen irgendwen.“ Das gelte sowohl für die Bank als auch für einzelne Mitarbeiter. Vielmehr gehe es jetzt darum, sich einen Überblick zu verschaffen.

Laut „Bild“-Informationen bezieht sich die fehlende Kooperation auf die freiwillige Herausgabe von Informationen. Diese soll teilweise verweigert worden sein, so das Blatt. Dies sei damit begründet worden, dass man die geschädigten Kunden schützen wolle. Allerdings sollen die Ermittler diese Daten brauchen, um ermitteln zu können.

Wie „Focus Online“ mit Verweis auf Sicherheitskreise berichtet, soll es konkret um Fragen darüber gehen, wann und welche Depotbesitzer die Sparkasse in den vergangenen Tagen aufgesucht hätten. Diese Informationen sollen zurückgehalten worden sein – ebenso Daten zu den Schließfächern und Kunden. Daraufhin habe die zuständige Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht einen Beschluss erwirkt, der nun zur Razzia in den Büroräumen der betroffenen Sparkassen-Filiale führte.

Daneben will „Focus Online“ aus Sicherheitskreisen erfahren haben, dass es einen Insider bei dem Einbruch gegeben haben soll. So sollen die Täter offenbar genau über die Gegebenheiten rund um die Sparkasse im Bilde gewesen sein. Zusätzlich hätten sie sich über Chips Zugang zu einer Tiefgarage verschafft , die zu weiteren Räumen bis zur Beton-Stahl-Wand des Schließfachdepots führte. Die letzte Tür wurde demnach mit einer Codekarte geöffnet, über die die Täter verfügt haben sollen, so „Focus Online“.

Die Täter sind weiterhin flüchtig. Sie drangen in einen Archivraum der Filiale im Stadtteil Buer ein und bohrten von dort aus ein großes Loch in den Tresorraum. Einsatzkräfte entdeckten den Einbruch am vergangenen Montag nach einem Alarm der Brandmeldeanlage.

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