
Starke Sonnenausbrüche
Kann man bald wieder Polarlichter sehen?
03.02.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Sonne zeigt sich mit zahlreichen starken Eruptionen derzeit von ihrer aktiven Seite. Das könnte bald wieder zu beeindruckenden Polarlichtern über Deutschland führen.
Erst vor Kurzem sah man am Nachthimmel etwas, das man in Deutschland nur selten sieht: Polarlichter. Sogar bis in die Alpen konnte man das Naturspektakel beobachten. Der Grund für das außergewöhnliche Ereignis war ein besonders starker Sonnensturm. Und bald könnte es sich wiederholen.
Wie es auf space.com heißt, war die Sonne in den vergangenen Tagen wieder besonders aktiv. An nur einem Tag hat die Sonne mindestens 18 M-Klasse- und drei X-Klasse-Flares ausgesandt – darunter war ein X8,3-Ausbruch, der bislang stärkste dieses Jahres. Solche Flares gehören zu den energiereichsten Explosionen im Sonnensystem.
Auslöser für die Eruptionen ist die Sonnenfleckenregion AR4366, ein schnell wachsendes, magnetisch komplexes Gebiet auf der Sonnenoberfläche. Während sich diese Region weiter in Richtung Erde dreht, produziert sie in kurzer Folge neue Ausbrüche. Dadurch wiederum steigt die Wahrscheinlichkeit, dass künftige Eruptionen koronale Massenauswürfe (CMEs) direkt auf die Erde richten könnten.
CMEs (engl.: Coronal Mass Ejections) sind riesige Wolken aus geladenen Teilchen, die von der Sonne ins All geschleudert werden und die obere Atmosphäre der Erde beeinflussen können. Das kann diverse Auswirkungen haben: CMEs können geomagnetische Stürme auslösen, Satelliten stören oder beschädigen, Stromnetze, GPS- und Funkverbindungen beeinträchtigen und auch intensive Polarlichter auslösen.
Die Aktivität des Sonnenflecks AR4366 bleibt hoch, weitere Eruptionen sind möglich. Experten beobachten die Situation genau, um mögliche Auswirkungen auf die Erde früh zu erkennen. Wie stark die Erde betroffen sein könnte, können Wissenschaftler zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Das NOAA Space Weather Prediction Center (US-Weltraumwetterdienst) rechnet derzeit damit, dass der größte Teil des Sonnenmaterials wahrscheinlich um den 5. Februar herum nördlich und östlich der Erde vorbeiziehen wird.