Viele Verletzte beim Giro d’Italia

„Desaster“: Pogačar-Team nach Massensturz schwer getroffen

10.05.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Adam Yates: Trotz eines schweren Sturzes fuhr er zunächst weiter. (Quelle: Fabio Ferrari/LaPresse/AP/dpa/dpa-bilder)

Fünf UAE-Fahrer stürzen auf der zweiten Giro-Etappe in Bulgarien – mit schweren Folgen für das gesamte Team.

Ein Massensturz auf der zweiten Etappe des Giro d’Italia hat das UAE-Team von Tadej Pogačar schwer getroffen. Gut 23 Kilometer vor dem Ziel in Weliko Tarnowo rutschte Marc Soler weg und löste eine Kettenreaktion aus – rund 35 Fahrer gingen zu Boden.

Manche Fahrer knallten gegen die Leitplanke. Das Rennen wurde zwischenzeitlich neutralisiert, Krankenwagen waren im Einsatz. Fünf der acht UAE-Fahrer waren in den Sturz verwickelt. Soler erlitt einen Beckenbruch, Jay Vine eine Ellbogenfraktur. Mitfavorit Adam Yates erreichte das Ziel noch – blutüberströmt und mit großem Rückstand. Eine Platzwunde, Abschürfungen und Symptome einer Gehirnerschütterung verhinderten seinen Start auf der dritten Etappe.

Yates sagte: „Was für ein Desaster. Ich habe so hart gearbeitet, um für den Giro fit zu werden.“ Sein Zwillingsbruder Simon hatte die Italien-Rundfahrt im Vorjahr gewonnen. Weitere Fahrer schieden aus. Andrea Vendrame erlitt einen dreifachen Wirbelbruch. Santiago Buitrago, Adne Holter und Matteo Moschetti gaben mit diversen Verletzungen auf.

UAE-Teamchef Mauro Gianetti ordnete die Lage ein: „So in den Giro zu starten, ist wirklich entmutigend. Es war ein ziemlich hartes Jahr für uns, aber wir werden jetzt nicht untätig herumsitzen und uns selbst bemitleiden.“ Die Sturzmisere zieht sich durch die gesamte Saison. Vine traf es bereits zum zweiten Mal. Bei der Tour Down Under brachte ihn ein Känguru zu Fall, er brach sich das Handgelenk.

Soler und Yates sind als Helfer für Pogačar bei der Tour de France in acht Wochen vorgesehen. Tour-Champion und Weltmeister Pogačar selbst ist bislang von Sturzverletzungen verschont geblieben.

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