Pöbelnder Passagier zahlt 15.000 Euro

„Null Toleranz“

Crew angegriffen: Ryanair-Passagier muss Schadenersatz zahlen

19.02.2026 – 15:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Boeing 737 von Ryanair (Archivbild): Die Fluggesellschaft hatte einen Prügelpassagier verklagt. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Ein randalierender Passagier hat einen Ryanair-Flug zur Umleitung gezwungen. Jetzt wurde der Mann verurteilt.

Im irischen Dublin ist ein Mann zu 15.000 Euro Schadenersatz verurteilt worden, nachdem er auf einem Flug randaliert hatte. Das berichtet der Dublin Circuit Court.

Der Vorfall ereignete sich im vergangenen Jahr auf einem Ryanair-Flug von Dublin nach Lanzarote. Nach Angaben der Airline hatte der Mann während des Fluges Passagiere bepöbelt und Besatzungsmitglieder körperlich angegriffen. Wegen seines Verhaltens sah sich die Crew gezwungen, die Maschine außerplanmäßig ins portugiesische Porto umzuleiten. Mehr als 160 Passagiere sowie sechs Crewmitglieder mussten dort wegen eines Nachtflugverbots über Nacht untergebracht werden.

Ryanair hatte den Mann nach dem Vorfall angezeigt und Schadenersatz geltend gemacht. Das zuständige Gericht gab der Klage nun statt.

Ryanair-Sprecher Marcel Pouchain Meyer begrüßte die Entscheidung. Das Urteil unterstreiche die „ernsthaften Konsequenzen“, denen sich störende Passagiere aussetzen. Es sende ein klares Signal im Rahmen der Null-Toleranz-Politik der Airline. Ziel sei es, dass Passagiere und Besatzungen „reisen können, ohne mit diesem verwerflichen Verhalten konfrontiert zu werden“, so Meyer.

Die Airline betonte, man werde weiterhin konsequent gegen Fehlverhalten an Bord vorgehen. Störendes Verhalten könne neben Schadenersatzforderungen auch Reiseverbote und weitere Gebühren nach sich ziehen. Fluggäste sollen ihre Reise in einer sicheren und angenehmen Umgebung antreten können, so Ryanair.

Aktie.
Die mobile Version verlassen