Physik-Neubau als Tor zum Campus Ost – Millionenprojekt

Eröffnung schon ab 2027?

72-Millionen-Projekt: Grundstein für Physik-Neubau gelegt


17.02.2026 – 18:09 UhrLesedauer: 2 Min.

TU-Präsidentin Angela Ittel (l.) und Wissenschaftsminister Falko Mohrs applaudieren: Sie freuen sich, dass der Physik-Neubau nun realisiert wird. (Quelle: Christian Bierwagen/TU Braunschweig)

Für rund 72,4 Millionen Euro entsteht an der TU Braunschweig ein neues Lehr- und Forschungsgebäude für die Physik. Es soll moderne Labore, Hörsäle und Büros bieten – und das „Tor“ zum Campus Ost markieren.

Am Montag hat die Technische Universität Braunschweig den Grundstein für ihren neuen Physik-Neubau gelegt. Gemeinsam mit dem niedersächsischen Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Braunschweigs Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Anja Hesse setzte TU-Präsidentin Angela Ittel symbolisch eine Zeitkapsel in das Fundament. Der Bau kostet rund 72,4 Millionen Euro.

Das neue Forschungs- und Lehrgebäude entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Chemiegebäudes, das 2024 abgerissen wurde. Es ersetzt das stark sanierungsbedürftige Physikgebäude in der Mendelssohnstraße 3. Entlang der Hans-Sommer-Straße soll der Neubau künftig als „Tor“ zum Campus Ost dienen.

Rund die Hälfte der Fläche ist im nördlichen Gebäudetrakt für Labore sowie Mess- und Wägeräume vorgesehen. Geplant sind unter anderem Reinräume und speziell gedämpfte Messräume für schwingungsempfindliche Versuche. Zudem entstehen eine Heliumverflüssigungsanlage und eine Werkstatt mit Materiallager.

Im südlichen Gebäudeteil sind Büroarbeitsplätze, Seminarräume und Hörsäle untergebracht. Ein mehrgeschossiges Foyer soll die Ebenen verbinden und eine direkte Verbindung von der Hans-Sommer-Straße zum Campus schaffen. Im Erdgeschoss sind weitere studentische Arbeitsplätze mit Zugang zu einem begrünten Innenhof geplant. Über dem vierten Geschoss wird eine halbe Etage für die zentrale Haustechnik eingerichtet.

Nach Angaben der Universität spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Geplant sind Wärmerückgewinnungsanlagen zur Nutzung von Abwärme sowie Photovoltaik-Module auf der gesamten freien Dachfläche, um den CO₂-Fußabdruck zu senken.

Der Physik-Neubau ist der dritte Lehr- und Forschungsbau, den die TU Braunschweig und das Land Niedersachsen innerhalb von zwei Jahren begonnen haben. Bereits Ende 2024 und im Sommer 2025 wurden die Grundsteine für die Neubauten von Chemie und Pharmazie gelegt. Die Eröffnungen der drei Gebäude sind ab 2027 geplant.

Wissenschaftsminister Mohrs erklärte, gute Lehre und leistungsstarke Forschung bräuchten moderne Labore, funktionale Hörsäle und zeitgemäße Arbeitsplätze. Mit dem Neubau investiere das Land in ein nachhaltiges Gebäude und stärke die TU als Impulsgeberin für die Wirtschaftsregion Braunschweig.

TU-Präsidentin Ittel betonte, der Zustand des bisherigen Physikgebäudes sei weder für Forschende noch für Studierende tragbar gewesen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir diesen Bau nun realisieren können – es war höchste Zeit“, sagte sie. In der Physik werde auf hohem Niveau geforscht, unter anderem im Exzellenzcluster „QuantumFrontiers“. Räume seien Voraussetzung dafür, dass Forschung gedeihen könne.

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