Pflege im Heim immer teurer

Auch mit dem höchsten Zuschlag ab dem vierten Jahr erhöhte sich die Gesamtbelastung für Heimbewohnerinnen und Heimbewohner aber nun weiter auf durchschnittlich 2.056 Euro. Das waren 128 Euro mehr als Anfang 2025. Bei den Pflegekassen führen die Zuschläge zu wachsenden Milliardenkosten.

Die Vorstandschefin des Ersatzkassenverbands, Ulrike Elsner, mahnte eine nachhaltige Finanzierung der Pflege an, die auch Pflegebedürftige in Heimen deutlich entlaste. Sie müssten heute für Investitions- und Ausbildungskosten aufkommen, die aber Sache des Staates seien. Die Länder müssten dies endlich übernehmen. Dass das Pflegepersonal gut bezahlt werde, sei richtig, sagte Elsner. Es könne aber nicht sein, dass Lohnsteigerungen zum großen Teil den Pflegebedürftigen aufgebürdet werden. Es brauche eine „solidarische Lösung“.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will in den nächsten Monaten eine grundlegende Reform angehen, die auch die Beiträge stabilisieren soll. In diesem Jahr schießt der Bund nochmals 3,2 Milliarden Euro als Darlehen für die Pflegeversicherung zu. Über diverse Vorschläge und Forderungen wird schon länger diskutiert – von mehr Steuergeld über Limits für die Eigenanteile bis zu einem Umbau zu einer Vollversicherung, die alle Pflegekosten trägt. Im Blick stehen auch Vorbeugung und Vorsorge, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Eine zur Vorbereitung eingesetzte Bund-Länder-Arbeitsgruppe hatte im Dezember ein Ergebnispapier präsentiert, das Optionen für Maßnahmen bei Einnahmen und Ausgaben mit den finanziellen Auswirkungen aufführt. Kanzler Friedrich Merz (CDU) ließ direkt durchblicken, dass er mit dem ersten Ergebnis noch unzufrieden ist. Im Blick steht neben rund 710.000 Pflegebedürftigen in Heimen dabei auch die Mehrzahl von 4,8 Millionen Pflegebedürftigen daheim.

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