Unruhe bei Bundesliga-Topspiel
„Das ist ein Unding“: BVB-Star kritisiert eigene Fans
11.04.2026 – 18:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Der BVB hat am Samstag sein Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen verloren. Im Anschluss ging es aber weniger um die 90 Minuten auf dem Platz.
Waldemar Anton hat die Pfiffe einiger BVB-Fans gegen Nico Schlotterbeck scharf kritisiert. Der Innenverteidiger der Borussia sagte bei DAZN: „Keiner hat das verdient, ausgepfiffen zu werden. Vor allem hier im eigenen Stadion.“ Anton betonte auch die Folgen der Pfiffe: „Das schadet uns als Mannschaft, das muss jeder auf der Tribüne auch wissen. Das kann ich nicht akzeptieren. Das ist ein Unding meiner Meinung nach.“
Schlotterbeck war vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag (0:1) bei der Bekanntgabe der Aufstellung im Stadion lautstark ausgepfiffen worden. Und das, obwohl Schlotterbeck am Freitag seinen Vertrag in Dortmund verlängert hatte. Grund für die Pfiffe war wohl das lange Zögern des Nationalspielers sowie die im Vertrag verankerte Ausstiegsklausel.
Trainer Niko Kovač stellte bei DAZN klar: „Natürlich geht so etwas nicht. Die Spieler brauchen die Unterstützung der Fans.“ Kovač selbst hatte die Pfiffe nicht mitbekommen und mit Schlotterbeck auch noch nicht darüber gesprochen. Der Nationalspieler selbst wollte sich am Samstag nicht äußern.
Von Geschäftsführer Carsten Cramer gab es deutliche Rückendeckung für den Innenverteidiger. „Für mich als Verantwortlichen fühlt es sich nicht gut an, und von daher muss ich auch sagen, dass sich das nicht gehört, dass ein Spieler von Borussia Dortmund, und das galt nun mal Nico, mit Pfiffen begleitet wird“, sagte Cramer nach dem Spiel: „Er ist ein Spieler von Borussia Dortmund, der sich mit uns identifiziert. Das gehört sich nicht.“
Cramer betonte, dass er Meinungsfreiheit „in Ordnung“ fände – aber: „Spieler im Trikot von Borussia Dortmund verdienen mit Betreten des Rasens Unterstützung“, sagte er: „Wir sind eine Gemeinschaft. Wir haben zusammen einen Vertrag unterschrieben.“ Für Pfiffe „gibt es überhaupt keinen Grund“.
