Petition gegen Hotelboom sammelt tausende Unterschriften

Petition gestartet

Südtirol: Einheimische wütend über Hotelneubau


30.01.2026 – 12:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Hotel am Pordoijoch in den Dolomiten: Südtiroler beklagen höhere Lebenshaltungskosten, die mit dem Massentourismus einhergehen. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Martina Melzer)

Tourismus ist in Südtirol ein großer Wirtschaftszweig. Doch viele Einheimische finden, dass er überhandnimmt.

Südtirol ist dank seiner faszinierenden Landschaften und Kultur für viele Urlauber ein Traumziel. Damit das so bleibt, soll in der italienischen Region eigentlich dem Übertourismus entgegengesteuert werden. Trotzdem werden weiter neue Hotels gebaut. Die Einheimischen haben die Nase voll.

Nur zwei Tage nach dem Start einer Online-Petition namens „Bettenstopp jetzt für Südtirol!“ haben bereits mehr als 4.500 Menschen unterschrieben, berichtet das Nachrichtenportal „Südtirol News“ und wertet dies als „deutliches Zeichen an die politischen Entscheidungsträger“.

„Die Botschaft ist eindeutig: Es reicht!“, erklärten demnach auch die Initiatoren, der Heimatpflegeverband und der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, in einem Statement. „Die hohe Zahl an Unterschriften sowie die vielen persönlichen Rückmeldungen, die uns erreichen, verdeutlichen: Die Bevölkerung fordert ein Umdenken – und das dürfen die Verantwortlichen nicht einfach ignorieren.“

Die Petition wurde ins Leben gerufen, nachdem 12.000 zusätzliche Gästebetten in Südtirol genehmigt worden waren. Sie richtet sich an die Landesregierung und fordert eine klare Obergrenze für Gästebetten, den Verzicht auf eine Fristverlängerung und ein Ende des ungebremsten Hotelbaubooms. Wie die Initiatoren erklären, ist es das Ziel, mindestens 12.000 Unterschriften zu sammeln – eine für jedes geplante zusätzliche Gästebett.

Der Tourismus in Südtirol verzeichnete 2025 neue Rekordwerte mit über 9 Millionen Ankünften (ein Plus von 3,6 Prozent) und mehr als 38 Millionen Übernachtungen (ein Plus von 3 Prozent). Die Zahlen, die vom ASTAT (Landesinstitut für Statistik) veröffentlicht wurden, bestätigen einen generellen Aufwärtstrend.

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