Aus für „Weltstadthäuser“?

Peek&Cloppenburg schließt angeblich mehrere Häuser


05.11.2026 – 20:22 UhrLesedauer: 2 Min.

P&C am Ku’damm in Berli: Die Modekette gibt wohl drei wichtige Standorte auf. (Quelle: Emmanuele Contini/imago-images-bilder)

Der Einzelhandel steckt in der Krise. Nun gibt die Kette Peek&Cloppenburg womöglich drei Vorzeigehäuser auf. Eine andere Modekette soll folgen.

Der Modehändler Peek&Cloppenburg (P&C) trennt sich angeblich von mehreren Häusern in Toplage. Dem „Handelsblatt“ zufolge gibt die Kette die sogenannten Weltstadthäuser auf der Düsseldorfer Königsallee, dem Berliner Ku’damm sowie der Frankfurter Zeil auf. Das Unternehmen teilte allerdings mit, man könne die Berichte „so nicht bestätigen“.

Der stationäre Einzelhandel steckt in der Krise. Seit der Pandemie ist ein erheblicher Teil der Umsätze in den Online-Handel abgewandert. Zudem machen besonders dem Modehandel chinesische Billiganbieter wie Shein und Temu zu schaffen. Die EU hatte deshalb erst zum 1. November die Einfuhrregeln für Versandwaren aus China verschärft.

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Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), beschrieb die Lage im Einzelhandel im t-online-Interview zuletzt so: „Es ist nicht besser geworden. Das ist wie beim Arzt: Man hofft, dass die Therapie anschlägt, aber das ist leider nicht der Fall.“ Und weiter: „Die Verbraucherstimmung ist so schlecht wie im zweiten Corona-Lockdown. Dabei fehlt den meisten Menschen nicht das Geld, sondern die Zuversicht.“

Zara-Mutter soll in die Häuser einziehen

Laut „Handelsblatt“ wird als neuer Mieter für die Immobilien in Düsseldorf, Frankfurt und Berlin der Modekonzern Inditex gehandelt, zu dem Marken wie Zara, Bershka und Massimo Dutti gehören.

Die Galeria-Filiale am Berliner Alexanderplatz soll künftig als Bibliothek dienen. (Archivbild) (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Die Immobilien in den drei Toplagen werden von der Gesellschaft Midstad verwaltet, die ebenso wie P&C zum geschäftlichen Umfeld der Unternehmerfamilie um Patrick Cloppenburg gehört. Vermieter und Mieter verfolgen hier jedoch unterschiedliche Interessen; Midstad plant für die großen Gebäude gemischte Konzepte aus kleineren Ladenflächen, Büros und Wohnraum.

Zuletzt war schon die Galeria-Filiale am Berliner Alexanderplatz um ein Wohn- und Geschäftshaus ergänzt worden. Im einstigen Filialraum soll die Zentrale Landesbibliothek Berlin einziehen (ZLB). Zuvor waren als neue Unterkunft für das zentrale Bibliotheksvorhaben in der Hauptstadt auch die Galeries Lafayette gehandelt worden. Das Kaufhaus in der Berliner Friedrichstraße hatte zum Jahreswechsel geschlossen.

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